Rezension von: Prof. Dr. Peter Bünder
Fachhochschule - University of Applied Sciences - Düsseldorf. Lehrgebiet Erziehungswissenschaft am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften Titel: Writing in English: A Guide for Advanced Learners
Erschienen in: www.socialnet.de
Zusammenfassung
Allen Studierenden, die mit dem Gedanken eines Auslandssemesters spielen, kann dieses Buch sehr empfohlen werden. Zu hoffen ist, dass es einen festen Platz in den Lehrbuchsammlungen der Hochschulen erhält.
Vollständige Rezension
Aufbau und Inhalt
Das vorliegende Buch trägt der fortgeschrittenen Modularisierung im Wissenschafts-bereich Rechnung und ist daher in vier Module aufgeteilt. Jedem der Module ist eine kurze Einführung vorweg gestellt. Die Module 1 - 3 sind in vier Kapitel, das Modul 4 in zwei Kapiteln unterteilt. Die Autoren empfehlen eine chronologische Vorgehensweise bei der Bearbeitung. Es ist aber durchaus möglich, einzelne Module unabhängig voneinander zu lesen. Hilfreich sind die kleinen Merkkästen am Beginn eines jeden Kapitels, weil sie kurz und prägnant einen Überblick über den Stoff geben.
Modul 1 „Organizing ideas into text“ beschäftigt sich mit der Textform wissenschaftliche Hausarbeit. Bereits hier wird ersichtlich, wo Probleme entstehen, wenn mit einem deutschen Sprachhintergrund Texte in englischer Wissenschaftssprache erstellt werden sollen. Die Autoren geben in Kapitel 1 allgemeine Hilfestellung beim Aufbau einer Hausarbeit und der zeitlichen Planung für das Verfassen der Texte. In Kapitel 2 werden modellhaft zwei Formen von Arbeiten vorgestellt: die literaturwissenschaftliche und die sprachwissenschaftliche Hausarbeit. Kapitel 3 thematisiert Titelfindung, Einleitung und Schlussfolgerungen. Kapitel 4 behandelt die Textbearbeitung und formelle Fragen (z.B. Formatierung).
Modul 2 „Building effective sentences“ behandelt in Kapitel 1 eine kurze Darstellung grammatischer Grundformen in Sätzen, Kapitel 2 die Verwendung von Informationen in englischen Satzkonstruktionen, Kapitel 3 komplexe Sätze und sinngebende Nebensatzkonstruktionen sowie Kapitel 4 die angemessene Interpunktion zur Strukturierung eines englischen Textes.
Modul 3 „Lexis and grammar“ legt den Schwerpunkt auf die Vermittlung der Einsicht, dass Sprache immer nur in Begriffen von Konstruktion und nicht in bloßen Worten gesehen werden soll. Kapitel 1 fokussiert daher auf einen konstruktivistischen Blick auf die Sprache. Kapitel 2 thematisiert die Besonderheiten der akademischen Sprache im Englischen und ihre Musterbildung. Kapitel 3 behandelt häufige Kollokationen (Wortpaare, benachbarte Begriffe) in englischen Texten, Kapitel 4 rhetorische Mittel für das erfolgreiche Verfassen von englischen Texten.
Modul 4 „Style“ befasst sich im 1.Kapitel mit Stilfragen in der englischen Sprache und der notwendigen stilistischen Kompetenz. Kapitel 2 beleuchtet abschließend einige Prinzipien eines guten akademischen Stils, speziell die Begriffe Passung, Deutlichkeit, Bündigkeit, Variation und Eleganz.
Zielgruppen
Das Buch richtet sich an Studierende oder akademische Fachkräfte mit guten Englischkenntnissen, die in ihrem Hochschul- oder Berufskontext gehalten sind, sich nicht nur passiv mit englischen Texten zu befassen (Lesen), sondern selbst qualifizierte englischsprachige Texte erstellen müssen.
Fazit
Wer heute studiert oder gar promoviert, kommt an Englisch als führender Fremdsprache in der Wissenschaft nicht mehr vorbei. Vor die Aufgabe gestellt, sich in einer Fremdsprache exakt und verständlich auszudrücken, bekommen nicht wenige große Probleme, da die Unterschiede in der Abfassung deutscher und englischer wissenschaftlicher Texte doch erheblich sind. Von daher ist dieses Buch eine sehr gelungene Verbindung zwischen aktivierendem Schreibbuch und unterstützendem Ratgeber. Es ist – bei aller Komplexität – verständlich geschrieben und bietet sehr viele Insider-Informationen über die wissenschaftliche englische Sprache. Allen Studierenden, die mit dem Gedanken eines Auslandssemesters spielen, kann dieses Buch sehr empfohlen werden. Zu hoffen ist, dass es einen festen Platz in den Lehrbuchsammlungen der Hochschulen erhält.
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