Günter Mahal

Auktoriales Theater - Die Bühne als Kanzel

Autoritäts-Akzeptierung des Zuschauers als Folge dramatischer Persuasionsstrategie
ab 34,00 € inkl. MwSt.
Brechts Theater steht im Mittelpunkt einer Untersuchung, die Brechts Vorläufer nicht nur im Formalen über das Jesuitendrama und die geistlichen Schauspiele des Mittelalters bis zu den Anfängen des europäischen und fernöstlichen Dramas erkennbar macht, sondern auch im Gestus einer auktorial - vom Verfasser her - betriebenen Werbung für bestimmte Modelle von Autorität. Auktoriales Theater, weit älter und mehr verbreitet als das relativ spät aufkommende und erst seit zwei Jahrhunderten normbildende "absolute Drama", zeigt stets einen Autor am Werk, der sich von der Rampe aus mittels Stellvertreterfiguren wie den Ansager oder den Chor direkt ans Publikum wendet und der damit das Geschäft einer religiösen oder weltanschaulichen Autorität besorgt, diese konsolidierend oder propagierend. Die Grundformel dieses Theater ist ein persuasiv Überzeugung mit Überredung mischendes tua res agitur; statt einem "Schauspiel nur" wird die Bühne zur demagogischen Instanz, zur Kanzel.
Brechts Theater steht im Mittelpunkt einer Untersuchung, die Brechts Vorläufer nicht nur im Formalen über das Jesuitendrama und die geistlichen Schauspiele des Mittelalters bis zu den Anfängen des europäischen und fernöstlichen Dramas erkennbar macht, sondern auch im Gestus einer auktorial - vom Verfasser her - betriebenen Werbung für bestimmte Modelle von Autorität. Auktoriales Theater, weit älter und mehr verbreitet als das relativ spät aufkommende und erst seit zwei Jahrhunderten normbildende "absolute Drama", zeigt stets einen Autor am Werk, der sich von der Rampe aus mittels Stellvertreterfiguren wie den Ansager oder den Chor direkt ans Publikum wendet und der damit das Geschäft einer religiösen oder weltanschaulichen Autorität besorgt, diese konsolidierend oder propagierend. Die Grundformel dieses Theater ist ein persuasiv Überzeugung mit Überredung mischendes tua res agitur; statt einem "Schauspiel nur" wird die Bühne zur demagogischen Instanz, zur Kanzel.
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ISBN 978-3-87808-575-1
EAN 9783878085751
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 342
Format kartoniert
Ausgabename 10575
Auflagenname -11
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Günter Mahal
Erscheinungsdatum 01.01.1982
Lieferzeit 2-4 Tage