Peter Fassl

Ausplünderung der Juden in Schwaben während des Nationalsozialismus und der Kampf um Entschädigung

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Die Verfolgung der jüdischen Bürger während der nationalsozialistischen Herrschaft ging einher mit dem Raub ihres Eigentums, der von alltäglichen Haushaltsgegenständen über Kunstwerke, Geld- und Anlagevermögen sowie Immobilien bis hin zu ihren Firmen reichte. Am Raub und der Bereicherung waren neben den Funktionären der NSDAP zahlreiche weitere Personengruppen und Institutionen beteiligt, darunter staatliche und kommunale Behörden, vor allem die Finanzverwaltung und Museen, Kunsthistoriker, Kunsthändler, Firmeninhaber und Angestellte sowie Arbeitskollegen und Nachbarn. Die Restitution des Eigentums der Verfolgten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war für die Berechtigten schmerzvoll, das Ergebnis selten befriedigend. Oft mussten sie die Verfolgung erneut durchleben. Häufig waren ihre Verhandlungspartner die Täter, die ihre eigene Rolle im Raubgeschehen verharmlosten, im Extremfall sogar Beweismaterial zurückhielten oder die Berechtigten schlichtweg anlogen. An Beispielen überwiegend aus Schwaben, darunter aus Augsburg und Memmingen, werden in diesem Band solche Raubszenarien und die Restitution vorgestellt. Akteure werden benannt, Abläufe rekonstruiert, darüber hinaus wird die Quellenlage für die Raub- und Restitutionsforschung in Bayerisch-Schwaben vorgestellt.

Band 14 der Reihe "Irseer Schriften – Studien zur Wirtschafts-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte. Herausgegeben von Markwart Herzog und Sylvia Heudecker
Die Verfolgung der jüdischen Bürger während der nationalsozialistischen Herrschaft ging einher mit dem Raub ihres Eigentums, der von alltäglichen Haushaltsgegenständen über Kunstwerke, Geld- und Anlagevermögen sowie Immobilien bis hin zu ihren Firmen reichte. Am Raub und der Bereicherung waren neben den Funktionären der NSDAP zahlreiche weitere Personengruppen und Institutionen beteiligt, darunter staatliche und kommunale Behörden, vor allem die Finanzverwaltung und Museen, Kunsthistoriker, Kunsthändler, Firmeninhaber und Angestellte sowie Arbeitskollegen und Nachbarn. Die Restitution des Eigentums der Verfolgten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war für die Berechtigten schmerzvoll, das Ergebnis selten befriedigend. Oft mussten sie die Verfolgung erneut durchleben. Häufig waren ihre Verhandlungspartner die Täter, die ihre eigene Rolle im Raubgeschehen verharmlosten, im Extremfall sogar Beweismaterial zurückhielten oder die Berechtigten schlichtweg anlogen. An Beispielen überwiegend aus Schwaben, darunter aus Augsburg und Memmingen, werden in diesem Band solche Raubszenarien und die Restitution vorgestellt. Akteure werden benannt, Abläufe rekonstruiert, darüber hinaus wird die Quellenlage für die Raub- und Restitutionsforschung in Bayerisch-Schwaben vorgestellt.

Band 14 der Reihe "Irseer Schriften – Studien zur Wirtschafts-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte. Herausgegeben von Markwart Herzog und Sylvia Heudecker

Inhalt:
Peter Fassl: Einleitung

Rainer Jedlitschka: Quellen zur „Wiedergutmachung“ nationalsozialistischen Unrechts im Staatsarchiv Augsburg

Katrin Holly/Gerhard Fürmetz: Quellen in Archiven außerhalb des Regierungsbezirks Schwaben zu „Arisierung“, Restitution und „Wiedergutmachung.“ Ein Leitfaden

Florian Schwinger: Die Entwicklung von Restitution und „Wiedergutmachung“ in rechtlicher Hinsicht und das Beispiel Ludwig Dreifuß

Heinz Högerle: Die Ausraubung der jüdischen Familien in Horb und Rexingen

Michael Niemetz: „Arisierung“ in Laupheim – ein Forschungsstand

Tim Benedikt Heßling: Zur „Arisierung“ von Immobilien durch die Stadt Augsburg

Maren Janetzko: Die Restitution mittelständischer Unternehmen in Augsburg und Memmingen

Katrin Holly: Rettung oder Raub? Die Rolle städtischer Funktionsträger in Augsburg bei Übernahme und Erwerb von Kunstgegenständen aus jüdischem Besitz 1939 bis 1945 für die Städtischen Kunstsammlungen

Horst Keßler: Provenienzforschung bei den Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Katharina Maria Kontny: Hans Robert Weihrauch und die Dienststelle „Chef der Heeresmuseen“

Paul Hoser: Der „Wiedergutmachungs“- und Entschädigungsfall Hugo Erlanger

Jim G. Tobias: Ausgeplündert, verfolgt und belogen. Enteignung und Rückerstattung am Beispiel des „Wiedergutmachungs“-Verfahrens Kupferberg/ Schneider gegen die Oberfinanzdirektion Nürnberg

Karl Borromäus Murr: „Eines der ersten jüdischen Opfer des Nationalsozialismus“? Der Fall Bernheim in Augsburg

Autor:inneninformation:
Dr. Peter Fassl ist Heimatpfleger des Bezirks Schwaben.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-7398-3103-9
EAN 9783739831039
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 388
Format gebunden
Höhe 240
Breite 170
Ausgabename 53103
Auflagenname -11
Herausgeber:in Peter Fassl
Erscheinungsdatum 09.11.2020
Lieferzeit 2-4 Tage