Lotte Eckener (1906 Friedrichshafen – 1995 Konstanz) stand immer im Schatten ihres berühmten Vaters Dr. Hugo Eckener, dem Wegbegleiter und Nachfolger des Luftschiffpioniers Ferdinand Graf Zeppelin. Dabei hat sie als Fotografin und Verlegerin eigene Spuren in der internationalen Kulturregion Bodensee hinterlassen.
Lotte Eckener studierte in den 1920er Jahren an der Staatlichen Höheren Fachschule für Phototechnik in München das Handwerk der Lichtbildkunst und perfektionierte es im renommierten Atelier von Alexander Binder in Berlin. Nach ihrer Rückkehr an den Bodensee heiratete sie 1936 den Zahnarzt Paul Simon, dessen Namen sie auch trug. Sie entdeckte mit der Kamera die heimische Landschaft und Sakralkunst neu.

Dokumentiert wird aber auch das bewegte Leben der Fotografin und Verlegerin Eckener, die mit Künstlern wie Max Ackermann, Erich Heckel, Hans Purrmann, Toni Schneider-Manzell freundschaftlich verbunden war. Otto Dix portraitierte ihren Vater, Hermann Hesse widmete ihr ein Gedicht, mit Carl Zuckmayer pflegte sie seit ihren Berliner Jahren Kontakt.
In der Ausstellung werden neben längst vergriffenen Büchern der Verlage, eine Auswahl ihrer Korrespondenzen, dazu eine Vielzahl privater Bilder und öffentlich noch nicht ausgestellter Fotoarbeiten präsentiert. Eine Filmdokumentation erinnert an die frühe Luftschifffahrt - ein Thema, das auch Lotte Eckener in ihrer Fotografie aufgriff.

Die Ausstellung „Lotte Eckener – Tochter, Fotografin und Verlegerin“ ist eine Kooperation zwischen dem Hesse Museum Gaienhofen und der Literarischen Gesellschaft Forum Allmende. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiges Buch im UVK-Verlag Konstanz, herausgegeben von Dorothea Cremer-Schacht und Siegmund Kopitzki.

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

 

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