Agnes Becherer

Das Bild Heinrichs IV.

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Die vorliegende Untersuchung befaßt sich mit dem französischen Nationalepos der "Scharnierjahre" um 1600, die von einem tiefgreifenden Wandel der französischen Gesellschaft gekennzeichnet sind. Der Bourbone Henri IV ist der Protagonist einer spezifischen Ausprägung der Gattung National- bzw. Herrscherepos, die sich durch einen hohen Grad an Aktualitätsbezug und Politisierung auszeichnet, der "Henriaden". Ihre umfassende Analyse und Interpretation erlaubt dezidierte Aussagen über die dichterische Verarbeitung der konfessionellen Bürgerkriege, über die Bewertung ihrer Ursachen und Hintergründe durch die Epiker sowie deren Vorschläge zu ihrer Überwindung. Die Stilisierung des Monarchen zur nationalen Integrationsfigur wird im Spannungsfeld zwischen der traditionellen literarischen Herrscherpanegyrik und den zeitgenössischen Kontroversen um die ethisch-moralische wie machtpolitische Bestimmung des Fürsten beleuchtet. In der Kontrastierung der Versepen mit anderen zeitgenössischen publizistischen wie historiographischen Zeugnissen, aber auch in der Rückbindung an literarische Traditionsstränge erfolgt eine Revalorisierung der bislang von der literaturwissenschaftlichen Forschung als "minores" einer ohnehin "gescheiterten" Gattung vernachlässigten Werke. Die Untersuchung zeigt auf, daß diese gerade in ihrer literarischen Heterogenität als typisches Produkt ihrer Zeit angesehen werden können und sich durch sie tiefere Einblicke in die für das Werden des französischen Nationalstaates so bedeutsame Regierungszeit Heinrichs IV. gewinnen lassen.
Die vorliegende Untersuchung befaßt sich mit dem französischen Nationalepos der Scharnierjahre um 1600, die von einem tiefgreifenden Wandel der französischen Gesellschaft gekennzeichnet sind. Der Bourbone Henri IV ist der Protagonist einer spezifischen Ausprägung der Gattung National- bzw. Herrscherepos, die sich durch einen hohen Grad an Aktualitätsbezug und Politisierung auszeichnet, der Henriaden. Ihre umfassende Analyse und Interpretation erlaubt dezidierte Aussagen über die dichterische Verarbeitung der konfessionellen Bürgerkriege, über die Bewertung ihrer Ursachen und Hintergründe durch die Epiker sowie deren Vorschläge zu ihrer Überwindung. Die Stilisierung des Monarchen zur nationalen Integrationsfigur wird im Spannungsfeld zwischen der traditionellen literarischen Herrscherpanegyrik und den zeitgenössischen Kontroversen um die ethisch-moralische wie machtpolitische Bestimmung des Fürsten beleuchtet. In der Kontrastierung der Versepen mit anderen zeitgenössischen publizistischen wie historiographischen Zeugnissen, aber auch in der Rückbindung an literarische Traditionsstränge erfolgt eine Revalorisierung der bislang von der literaturwissenschaftlichen Forschung als minores einer ohnehin gescheiterten Gattung vernachlässigten Werke.
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ISBN 978-3-8233-5166-5
EAN 9783823351665
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 475
Format kartoniert
Ausgabename 15166
Auflagenname -11
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Agnes Becherer
Erscheinungsdatum 28.10.1996
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