Simon Kasper

Der Mensch und seine Grammatik

Eine historische Korpusstudie in anthropologischer Absicht
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Welchen Stellenwert hat die Kenntnis einer Grammatik für das Verhältnis des Menschen zur Welt und zu sich selbst? Und wofür braucht es Grammatik überhaupt? Die Studie dokumentiert den menschlichen Umgang mit Mehrdeutigkeit und liefert einen anthropologischen Entwurf zum Verstehen, der sowohl der leiblichen Existenz des Menschen als auch der Grammatizität seiner Sprache Rechnung trägt.
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Welchen Stellenwert hat die Kenntnis einer Grammatik für das Verhältnis des Menschen zur Welt und zu sich selbst? Und wofür braucht es Grammatik überhaupt, wenn grammatische Mehrdeutigkeit ohnehin meist unbemerkt bleibt und selten ein Verständnisproblem darstellt? Auf diese Fragen gibt Simon Kasper empirisch und theoretisch fundiert eine umfassende Antwort. Anhand einer historischen Korpusstudie an Paralleltexten dokumentiert er den erfolgreichen menschlichen Umgang mit Mehrdeutigkeit und liefert in der Folge einen anthropologischen Entwurf zum Verstehen, der sowohl der leiblichen Existenz des Menschen (Embodiment) als auch der Grammatizität seiner Sprache Rechnung trägt. Dabei bezieht er nicht nur Grundannahmen der Kognitiven Linguistik und der Philosophischen Anthropologie ein, sondern führt auch quantitative (Frequenz) und qualitative (Bedeutsamkeit) Ansätze der Sprachtheorie zusammen.

Inhalt:
1 Einleitung: Verstehen als Leistung
2 Leistungen und Grenzen der sprachlichen Eigenstruktur
3 Der Beitrag außergrammatischer Hinweise
4 Bedeutsamkeit, Sprache und Gewissheit: eine anthropologische Skizze


Autoreninformation:
Simon Kasper lehrt an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sprachtheorie und Variationslinguistik.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-8429-8
EAN 9783823384298
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 349
Format gebunden
Ausgabename 18429
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Simon Kasper
Erscheinungsdatum 28.09.2020
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„Insgesamt gelingt es dem Band, aufgrund der umfassenden Bandbreite der Bezugstheorien und der genauen Betrachtung der Korpusdaten, die Möglichkeiten sowie Grenzen einer sprachwissenschaftlich-philologischen Innenperspektive in der Mehrdeutigkeitsforschung auf unterschiedlichen Ebenen auszuloten. Damit wird das große Potenzial einer philosophisch-anthropologisch orientierten Kognitiven Linguistik sowie einer diachronisch orientierten Kognitiven Konstruktionsgrammatik sichtbar, was die Arbeit empfehlenswert macht.“

Muttersprache / 09.10.20