Daniel Eder

Der Natureingang im Minnesang

Studien zur Register- und Kulturpoetik der höfischen Liebeskanzone
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Der sogenannte Natureingang ist in der Minnesang-Forschung schon früh und anhaltend auf ein breites Interesse gestoßen, allerdings ohne dass dies zu eindeutigen Vorstellungen über Vorkommen und Bedeutung des Topos für die Gattung der Minnekanzone geführt hätte. Diese Lücke sucht der Band zu schließen, indem er zum einen eine Arbeitsdefinition für den saisonal organisierten Natureingang absteckt und diesen hinsichtlich seiner Typenausprägungen kategorisiert, andererseits auch der Funktion der Topik im Kontext der Poetik des Werbungsliedes anhand zahlreicher Einzelinterpretationen nachgeht. Hierbei ergeben sich – etwa im Vergleich mit den anderen europäischen Liebeslyriktraditionen des Mittelalters – ertragreiche Deutungsperspektiven im Rahmen einer kulturwissenschaftlichen Formatierung des Forschungsfeldes.
Der sogenannte Natureingang ist in der Minnesang-Forschung schon früh und anhaltend auf ein breites Interesse gestoßen, allerdings ohne dass dies zu eindeutigen Vorstellungen über Vorkommen und Bedeutung des Topos für die Gattung der Minnekanzone geführt hätte. Diese Lücke sucht der Band zu schließen, indem er zum einen eine Arbeitsdefinition für den saisonal organisierten Natureingang absteckt und diesen hinsichtlich seiner Typenausprägungen kategorisiert, andererseits auch der Funktion der Topik im Kontext der Poetik des Werbungsliedes anhand zahlreicher Einzelinterpretationen nachgeht. Hierbei ergeben sich – etwa im Vergleich mit den anderen europäischen Liebeslyriktraditionen des Mittelalters – ertragreiche Deutungsperspektiven im Rahmen einer kulturwissenschaftlichen Formatierung des Forschungsfeldes.

Inhalt:
Vorwort
Einleitung

I Der Natureingang als Forschungsproblem
1. Vorbemerkung: Gegenstand und Fragestellung
2. Einordnung in die Minnesangforschung
3. Sprechregister und Konnotationsrahmen
4. Der Natureingang in der Minnesangphilologie

II Der jahreszeitlich organisierte Natureingang als poetisches Verfahren der Natur- und Jahreszeitenrepräsentation: Versuch einer Abgrenzung
1. Anfangsstellung, Jahreszeitennennung, Naturdetails
2. Das Kriterium der Faktizitäts- und Aktualitätssuggestion

III Typeneinteilung des Natureingangs
1. Vorstellung eines Typenschemas mit der Basisunterscheidung
'komplementär vs. kontrastiv'
2. Diskussion ausgewählter Parameter
IV Kulturwissenschaftliche Perspektiven
1 Saisonalität als kulturelles Ordnungsmuster
2 Der Interpretationsrahmen ‹Natur› vs. ‹Kultur›
3 Psychoanalytische Kulturtheorie

Schlussbemerkung

Anhang: Der Natureingang in der deutschen Minnesangtradition bis einschließlich Neidhart
Literaturverzeichnis


Autoreninformation:
Daniel Eder ist Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln (Ältere deutsche Sprache und Literatur). Er hat dort im Sommersemester 2015 seine Promotion abgelegt.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-7720-8592-5
EAN 9783772085925
Seiten 454
Format gebunden
Höhe 232
Breite 155
Ausgabename 38592-1
Verlag A. Francke Verlag
Autor Daniel Eder
Erscheinungsdatum 28.11.2016 00:00:01
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