Conrad Mattli

Dialektik und Kritik

Zur systematischen Bedeutung der Kantinterpretation von Theodor W. Adorno
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Philosophie im Sinne Adornos bedeutet, die Traditionslinien der Dialektik und der Kritik miteinander engzuführen. Diese Engführung erfolgte bislang vor allem gemäß der Vorgabe Hegels – mit dem Resultat, dass das Profil einer dezidiert negativen Dialektik durch Identitätsdenken überformt und in der Forschung als mangelhafte Kopie der positiv-spekulativen Dialektik gehandelt wurde. Dagegen schlägt diese Arbeit vor, dieses Profil von Kant her zu sichten: Indem die Grundzüge von Adornos Kantinterpretation erhellt werden, soll deren systematische Bedeutung für das adornosche „Antisystem“ zur Geltung gelangen. Negative Dialektik, so die These, ist nur als grenzbegriffliche Reflexion auf den Erkenntnisanspruch der traditionellen Dialektik möglich.
Philosophie im Sinne Adornos bedeutet, die Traditionslinien der Dialektik und der Kritik miteinander engzuführen. Diese Engführung erfolgte bislang vor allem gemäß der Vorgabe Hegels – mit dem Resultat, dass das Profil einer dezidiert negativen Dialektik durch Identitätsdenken überformt und in der Forschung als mangelhafte Kopie der positiv-spekulativen Dialektik gehandelt wurde. Dagegen schlägt diese Arbeit vor, dieses Profil von Kant her zu sichten: Indem die Grundzüge von Adornos Kantinterpretation erhellt werden, soll deren systematische Bedeutung für das adornosche „Antisystem“ zur Geltung gelangen. Negative Dialektik, so die These, ist nur als grenzbegriffliche Reflexion auf den Erkenntnisanspruch der traditionellen Dialektik möglich.

Inhalt:
Danksagung
Vorbemerkung

I. Einleitung: Dialektik und Kritik

II. Zur systematischen Bedeutung der Kantinterpretation Adornos

1. Das Reflexionsmodell der negativen Dialektik aus systematischer Perspektive
2. Zur historischen Bestimmtheit des negativ-dialektischen Reflexionsmodells

III. Das negativ-dialektische Reflexionsmodell

A. Einerleiheit und Verschiedenheit
1. Nichtidentität des Identischen und des Nichtidentischen
2. Der Begriff des Nichtbegrifflichen
3. Das Nichtidentische und das Ding an sich

B. Einstimmung und Widerstreit
1.System und Antisystem
2. Constituens und Constitutum (i): Transzendentale Subjektivität

C. Das Innere und Äußere
1. Der Kantische Block
a) Der Block als Ausdruck der grenzsetzenden Intention
b) Erfahrungsgehalt
c) Der Block als Analogie der metaphysischen Erfahrung
2. Was ist metaphysische Erfahrung?
3. Das Niemandsland als Skopus der Kritik

D. Materie und Form
1. Constituens und Constitutum (ii): Adornos Interpretation der transzendentalen Ästhetik
2. Der Vorrang des Objekts
3. Der bilderlose Materialismus

Siglenverzeichnis
Literatur


Autor:inneninformation:
Conrad Mattli ist Postdoc/Assistent am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie der Universität Basel.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-381-11931-8
EAN 9783381119318
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 436
Format kartoniert
Ausgabename 1193-1
Auflagenname -11
Autor:in Conrad Mattli
Erscheinungsdatum 28.10.2024
Lieferzeit 2-4 Tage