Reiner Konrad

Die lexikalische Struktur der Deutschen Gebärdensprache im Spiegel empirischer Fachgebärdenlexikographie

Zur Integration der Ikonizität in ein korpusbasiertes Lexikonmodell
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Diese Arbeit zieht die Lehren aus sechs Lexikonprojekten zur Deutschen Gebärdensprache (DGS). Sie ist gleichzeitig eine Einführung in grundlegende Aspekte der Lexikologie und Lexikographie sowie in die Korpuslinguistik von Gebärdensprachen. Dabei stehen die für jede Erforschung gesprochener Sprachen zentralen Arbeitsschritte der Transkription und Annotation im Vordergrund. Um Gebärden segmentieren und sprachlichen Einheiten zuordnen zu können, bedarf es Kriterien, die konsistent auf alle Daten angewendet werden. Diese Kriterien sind Elemente eines Lexikonmodells, das wiederum die Entwicklung geeigneter Annotationswerkzeuge bestimmt.Die Bedeutung des hier dargestellten Lexikonmodells liegt darin, dass zum ersten Mal das zentrale Merkmal von Gebärden, ihre Bildhaftigkeit (Ikonizität), in der lexikalischen Analyse umfassend berücksichtigt wird. Damit wird eine Brücke geschlagen von Forschungarbeiten zur Funktion von Ablesewörtern in der DGS (Ebbinghaus & Heßmann) zum Ansatz der französischen Gebärdensprachforschung (Cuxac), der die Ikonizität in den Mittelpunkt seiner Analyse stellt, Fragen zu lexikalischen Struktur bisher jedoch vernachlässigte. Gleichzeitig werden aktuelle korpuslinguistische Arbeiten der internationalen Gebärdensprachforschung mit einbezogen.
Diese Arbeit zieht die Lehren aus sechs Lexikonprojekten zur Deutschen Gebärdensprache (DGS). Sie ist gleichzeitig eine Einführung in grundlegende Aspekte der Lexikologie und Lexikographie sowie in die Korpuslinguistik von Gebärdensprachen. Dabei stehen die für jede Erforschung gesprochener Sprachen zentralen Arbeitsschritte der Transkription und Annotation im Vordergrund. Das dem Aufbau einer lexikalischen Datenbank zugrunde liegende Lexikonmodell berücksichtigt neben Form und Bedeutung die Ikonizität (Bildhaftigkeit) als zentrales Merkmal von Gebärden. Damit wird eine Brücke geschlagen von Forschungsarbeiten zur Funktion von Ablesewörtern in der DGS zum Ansatz der französischen Gebärdensprachforschung. Gleichzeitig werden aktuelle korpuslinguistische Arbeiten der internationalen Gebärdensprachforschung mit einbezogen.

Inhalt:
Danksagung

1 Einleitung

2 Lexikologische und lexikographische Aspekte
2.1 Lexikon, Lexikologie und Lexikographie
2.2 Lexikon und Grammatik
2.3 Sind Gebärden Wörter?
2.4 Fachsprachen in der Gebärdensprachlexikographie
2.5 Zusammenfassung

3 Korpuslinguistik und Language Resources
3.1 Korpuslinguistik als Methode oder eigenständige
linguistische Teildisziplin?
3.2 Korpusgestützt, korpusgebunden, korpusvalidiert
oder korpusgesteuert?
3.3 Bedeutung der Korpuslinguistik für die
Gebärdensprachforschung und -lexikographie
3.4 Gibt es Korpora in der Gebärdensprachforschung?
3.5 Korpus und sprachliche Daten
3.6 Transkribieren, annotieren, taggen und parsen
3.7 Language Resources
3.8 Annotationswerkzeuge
3.9 Zusammenfassung

4 Die Auswirkungen von Ablesewörtern und Ikonizität
auf die lexikalische Struktur von Gebärdensprachen
4.1 Zur Rolle der Ablesewörter bei der Identifikation
lexikalischer Einheiten
4.2 Zur Rolle der Ikonizität bei der Identifikation
lexikalischer Einheiten
4.3 Ikonizität: vom Störfaktor zum
strukturierenden Prinzip

5 Zur Frage der Angemessenheit lexikologischer und
lexikographischer Beschreibungen von Gebärdensprachen
5.1 Lexikologische Aspekte
5.2 Lexikographische Aspekte

6 Zusammenfassung

7 Literatur

Anhang
Mehr Informationen
Ausgabenart eBook (ePDF)
ISBN 978-3-8233-7626-2
EAN 9783823376262
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 279
Format eBook PDF
Ausgabename 17626
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Reiner Konrad
Erscheinungsdatum 20.04.2011