Friederike Richter
Die Prosa-Edda auf Papier
Neuschreiben und Rezeption in illuminierten Handschriften der Frühen Neuzeit
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70,99 €
inkl. MwSt.
Die isländische Prosa-Edda lieferte jungen Dichter*innen im Hochmittelalter einen systematischen Überblick über die sog. nordische Mythologie. Ab dem 17. Jh. bezeugen eine erste dreisprachige Edition und zahlreiche Abschriften auf Papier ihre seitdem stetig angewachsene Popularität. Für einige dieser Papierhandschriften wurden erstmals umfangreiche Bildergalerien von Gött:innen wie Thor, Loki und Freyja und deren Mythen erstellt, die bis heute faszinieren. Dieser Band argumentiert wie – und warum – dieses Werk der Frühen Neuzeit als „Snorra-Edda“ popularisiert und für das isländische kulturelle Gedächtnis als Beleg einer mittelalterlichen Kulturblüte Islands funktionalisiert wurde.
In diesem Band stehen Prozesse des Neuschreibens und der Rezeption der Prosa-Edda im 17. und 18 Jh. in Island im Zentrum. Dafür werden erstmals vier besonders herausragende Papierhandschriften umfassend analysiert. Die Schwerpunkte der Untersuchung gehen über den Wortlaut der Prosa-Edda hinaus und schließen markante Merkmale der Handschriften – Prologe, Illuminationen, Titelseiten und Schriftbild – mit ein. Dabei wird deutlich, dass Neuschreiben und Rezeption ineinandergreifen: Genauso wie in den mittelalterlichen Handschriften wird die Prosa-Edda in jeder Abschrift für das jeweilige Zielpublikum verändert und neu angepasst. Die Studie weist nach, wie dadurch auch Frauen, Kinder und Knechte erreicht wurden, die diese Handschriften lasen. Dies liegt darin begründet, dass die Prosa-Edda in dieser Zeit als „Snorra-Edda“ mit der isländischen Unabhängigkeit assoziiert präsentiert und dabei in den nationalen Literaturkanon eingefügt wurde, wo sie sich bis heute befindet.
Inhalt:
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Auswahl der Handschriften
1.3 Aufbau
1.4 Hinweise
2 Methodologische Überlegungen
2.1 Textbegriff und Neuschreiben
2.2 Rezeption
3 Kontext der Handschriften
3.1 Kulturhistorische Einführung
3.2 Die Prosa-Edda durch die Jahrhunderte
4 Handschriftenportraits
4.1 AM 738 4to (Langa Edda)
4.2 NKS 1867 4to
4.3 ÍB 299 4to
4.4 SÁM 66 (Melsteðs-Edda)
5 Neuschreiben
5.1 Prologe und Rahmung
5.2 Titelseiten
5.3 Seitengestaltung und Schriftbild
5.4 Illuminationen
5.5 Fallstudien
5.6 Neuschreiben: Zwischenresümee
6 Rezeption
6.1 Die Prosa-Edda und das kulturelle Gedächtnis
6.2 Historisierung der Prosa-Edda
7 Schlussbetrachtung und Ausblick
Abstract & Keywords
Handschriftenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Appendix
Register Textteil
Autor:inneninformation:
Friederike Richter hat an der Universität Zürich promoviert und forscht am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.
Inhalt:
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Auswahl der Handschriften
1.3 Aufbau
1.4 Hinweise
2 Methodologische Überlegungen
2.1 Textbegriff und Neuschreiben
2.2 Rezeption
3 Kontext der Handschriften
3.1 Kulturhistorische Einführung
3.2 Die Prosa-Edda durch die Jahrhunderte
4 Handschriftenportraits
4.1 AM 738 4to (Langa Edda)
4.2 NKS 1867 4to
4.3 ÍB 299 4to
4.4 SÁM 66 (Melsteðs-Edda)
5 Neuschreiben
5.1 Prologe und Rahmung
5.2 Titelseiten
5.3 Seitengestaltung und Schriftbild
5.4 Illuminationen
5.5 Fallstudien
5.6 Neuschreiben: Zwischenresümee
6 Rezeption
6.1 Die Prosa-Edda und das kulturelle Gedächtnis
6.2 Historisierung der Prosa-Edda
7 Schlussbetrachtung und Ausblick
Abstract & Keywords
Handschriftenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Appendix
Register Textteil
Autor:inneninformation:
Friederike Richter hat an der Universität Zürich promoviert und forscht am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.
| ISBN | 978-3-381-13091-7 |
|---|---|
| EAN | 9783381130917 |
| Bibliographie | 1. Auflage |
| Seiten | 600 |
| Format | gebunden |
| Ausgabename | 1309-1 |
| Auflagenname | -11 |
| Autor:in | Friederike Richter |
| Erscheinungsdatum | 13.10.2025 |
| Lieferzeit | 2-4 Tage |