Béatrice Costa, Prof. Dr. Wolfgang Asholt, Prof. Dr. Christian Papilloud, Prof. Dr. Andreas Gelz, Prof. Dr. Hans-Manfred Bock

Elfriede Jelinek und das französische Vaudeville

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Über Jahrhunderte hat man sich in Deutschland mit den Formen des Lachtheaters schwer getan, galt doch die Tragödie als anspruchsvollste literarische Gattung. Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zum besseren Verständnis des Vaudeville, eines Genres, das im deutschsprachigen Raum als oberflächliche Unterhaltungsliteratur gilt. Dass Elfriede Jelinek sich in der Frühphase ihres Schaffens mit den Werken der beiden Vaudevillevertreter Eugène Labiche und Georges Feydeau auseinandergesetzt hat, mag auf den ersten Blick befremden. Ein zweiter Blick macht aber deutlich, dass die österreichische Gegenwartsautorin von einem Theater fasziniert ist, das den Zuschauer zur Koproduktion animiert. Als Richtschnur für die eigene Übersetzungstätigkeit gilt ihr der Rhythmus, den sie – in ähnlicher Weise wie der französische Denker Henri Meschonnic – als sinnkonstituierende und nicht als gleichmäßige Bewegung auffasst. Anders als so genannte Berufsübersetzer, die eine möglichst optimale Umsetzung der intendierten Botschaft anstreben, lässt sie sich beim Übersetzen ganz auf die im Text enthaltene Sprechbewegung ein. Dabei nimmt sie bewusst in Kauf, dass die von ihr übersetzten Vaudevillestücke nicht immer den Erwartungen des Zielpublikums entsprechen.
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ISBN 978-3-8233-6872-4
EAN 9783823368724
Seiten 248
Format kartoniert
Höhe 220
Breite 150
Ausgabename 16872
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Béatrice Costa
Erscheinungsdatum 18.06.2014
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