Joachim Theisen

Erzählen im deutschen Mittelalter

Eine Einführung
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Der Band stellt die zentralen erzählenden Texte und narrativen Gattungen des deutschen Mittelalters zwischen 1150 und 1250 sowie die Bedingungen des mittelalterlichen Literaturbetriebs vor, die in vielfacher Hinsicht ganz andere sind als heute. Die Texte werden in die wichtigsten theologischen und philosophischen Denkmuster des 12. und 13. Jahrhunderts eingebunden, in denen das Diesseits, Welt als Welt des Menschen, entdeckt wird. Die Literatur um 1200 handelt von Individuen, die keineswegs nur als Typen agieren, sondern sich in unterschiedlicher Weise von der Gesellschaft abheben. Aus zahlreichen Textbeispielen und Bildern entsteht ein farbiges Bild von Themen, Typen und Weltbildern, Umständen und Bedingungen mittelalterlichen Erzählens und nicht zuletzt von seinem nicht geringen Unterhaltungswert.
Softcover
„Erzählen im deutschen Mittelalter“ führt in die zentralen erzählenden Texte und narrativen Gattungen des deutschen Mittelalters ein. Es stellt die Bedingungen des mittelalterlichen Literaturbetriebs dar, die in vielfacher Hinsicht ganz andere sind als heute. Die Texte werden in die wichtigsten theologischen und philosophischen Denkmuster des 12. und 13. Jahrhunderts eingebunden, in denen das Diesseits, Welt als Welt des Menschen, entdeckt wird. In bildender Kunst und Architektur ist dies im Übergang von der Romanik zur Gotik zu fassen. Die erzählenden (wie auch die lyrischen) Texte um 1200 handeln von Individuen, die keineswegs nur als Typen agieren, sondern sich in unterschiedlicher Weise sehr deutlich von der Gesellschaft abheben. Sie finden am Ende sich selbst.
Das Buch stellt Themen und Typen, Umwelt und Weltbilder, Umstände und Bedingungen mittelalterlichen Erzählens zwischen 1150 und 1250 dar. Und weil die Texte höchst vergnüglich sind, kommen sie ausführlich zu Wort, nicht nur die Klassiker. Das Buch ist daher für die Prüfungsvorbereitung bestens geeignet.


Inhalt:
0 Einleitung
1 Literatur
1.1 Herkünfte und Themen
1.2 Äußere Formen des Erzählens
1.3 Überlieferungen
1.4 Mehrdeutigkeiten
1.5 Grenzen der Analyse und Grenzen der Interpretation
1.6 Texte
2 Umwelten – Gott und die Welt
2.1 Weltbilder
2.1.1 Räume
2.1.2 Zeiten
2.2 Bildung
2.3 Theologisches und Philosophisches
2.3.1 Universalien: Was ist real?
2.3.2 Autoritäten – Auf welchen Riesen?
2.3.3 Ethik – Richtig handeln
2.3.4 Exegese und Typologie – was bedeutet was?
2.3.5 Frömmigkeit
2.4 Kunst – Bauten und Bilder
2.4.1 Kirchen
2.4.2 Bilder
2.5 Schönheit
3 Menschenbilder
3.1 Personal
3.1.1 Männer und Frauen
3.1.2 Gute und Böse
3.1.3 Schöne und Hässliche
3.1.4 Junge und Alte
3.2. Wir – ich – du – ihr
3.2.1 Wir
3.2.2 Ich
3.2.3 Ich und du
3.2.4 Liebe ist ... – Wir gegen euch
4 Umstände
4.1 Auftraggeber und Autoren und Erzähler
4.2 Publikum
4.3 Mündlich oder schriftlich
4.4 Zwischen Texten und Kollegen
4.5 Wo und wann?
5 Rechtfertigungen
5.1 Nicht von mir!
5.2 Wahrheit
5.2.1 ... und Lügen
5.3 Geschichte und Geschichten
5.4 Glauben
6 Präsentationen
6.1 Anfänge und Enden
6.2 Bilder
6.3 Verstrebungen
6.4 Kalkulierte Lücken
6.5 Blumige Umwege (und die schönsten Frauen und Tode der Welt)
7 Gegenwarts Frühling?


Autoreninformation:
Joachim Theisen lehrt Geschichte der deutschen Sprache und Literatur sowie Linguistik an der Universität Athen.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8252-4836-9
EAN 9783825248369
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 455
Format kartoniert
Ausgabename 44836
Verlag UTB
Autor Joachim Theisen
Erscheinungsdatum 13.11.2017
Lieferzeit 1-3 Tage

„Joachim Theisens Einführung hat auch Experten Wichtiges zu sagen: Wer für mittelalterliche Literatur und ihren Witz begeistern möchte, der muss die eigene Begeisterung mitteilen und seine Leser dort abholen, wo sie nun mal sind. Theisen gelingt das.“

Germanistik - Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen / 05.06.18