Steffi Morkötter

Förderung von Sprachlernkompetenz zu Beginn der Sekundarstufe

Untersuchungen zu früher Interkomprehension
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„Sprachlernkompetenz“, „das Lernen lernen“ - in der heutigen Gesellschaft sind dies zentrale Begriffe. Für das Lernen einer zweiten (dritten, …) Fremdsprache bedeutet es u.a., an (fremd)sprachliches Wissen und Können und an vorangegangene Erfahrungen anknüpfen zu können. Können auch schon junge Lerner mit geringen Sprachlernerfahrungen von sprachenübergreifendem Lernen profitieren? Welche Strategien setzen sie (aus eigener Initiative) ein? Wie sprechen sie über ihre sprachlichen Beobachtungen und Handlungen? Antworten auf diese Fragen versucht eine qualitative Untersuchung, in der in einer 6. und 7. Klasse eines Gymnasiums und im Rahmen einer Langzeitstudie (6. Klasse) Sprachhandlungs- sowie Befragungsdaten erhoben und analysiert wurden.
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Interkomprehension, d.h. eine fremde Sprache verstehen zu können, ohne sie formal erlernt oder in ihrer natürlichen Umgebung erworben zu haben, ist eine grundlegende Fähigkeit, die die Mehrsprachigkeitsdidaktik zum Zweck eines raschen Aufbaus vor allem rezeptiver Kompetenzen und einer Förderung von Sprachlernkompetenz nutzt. Nicht nur für den deutschsprachigen Schulkontext liegen vielversprechende Ergebnisse insbesondere für den Erwerb einer dritten Fremdsprache vor. Doch können auch schon junge Lerner mit geringen Sprachlernerfahrungen von interkomprehensiv gestütztem Lernen profitieren? Welche Strategien setzen Sechs- und Siebtklässler (aus eigener Initiative) ein? Wie sprechen sie über ihre sprachlichen Beobachtungen und Handlungen?
Antworten auf diese Fragen versucht eine explorativ-interpretative Untersuchung mit einer longitudinalen Einzelfallstudie: Ein Sechstklässler einer kooperativen Gesamtschule (Realschulzweig) mit der Fremdsprachenfolge Französisch als zweite Fremdsprache nach Englisch wurde über ein Schuljahr hinweg begleitet. Daten einer sechsten und siebten Klasse eines Gymnasiums ergänzen die Longitudinalstudie. In Interkomprehensionsstunden kamen sowohl unterschiedliche einschlägige Aufgabenformate als auch verschiedene Zielsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Spanisch) zum Einsatz. Die Performanz- und Prozessdaten der beiden Untersuchungskontexte wurden durch Laut-Denk-Protokolle und Unterrichtsaufzeichnungen im Rahmen eines fragend-forschenden Ansatzes erhoben. Sie wurden mit Schülerbefragungen trianguliert und einer detaillierten Sequenzanalyse unterzogen.
Die Erträge der Studie lassen sich in zwei Thesen bündeln: Jüngere Schüler verwenden qualitativ nicht wesentlich andere Strategien als ältere, und sie sind durchaus in der Lage, auch komplizierte Erschließungsprozeduren zu nutzen. Abschließend skizziert die Autorin Perspektiven für Unterricht und Forschung.


Autoreninformation:
Prof. Dr. Steffi Morkötter ist Inhaberin des Lehrstuhls für Fremdsprachendidaktik mit Schwerpunkten in Englisch und Französisch an der Universität Rostock.
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ISBN 978-3-8233-8034-4
EAN 9783823380344
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 590
Format kartoniert
Ausgabename 18034
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Steffi Morkötter
Erscheinungsdatum 15.08.2016
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