Luise Kempf

Familiennamenatlas der Deutschschweiz (FDS). Mit Ausblicken auf die romanischen Sprachgebiete

Band I: Graphie und Phonologie
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Der dreibändige Atlas bietet erstmals eine umfassende Darstellung und Analyse der vielfältigen Deutschschweizer Familiennamen. In 110 thematischen Artikeln untersucht er systematisch Grammatik, Lexik und Benennungsmotive und bringt dabei Sprache und Kultur des Mittelalters wie auch der Frühen Neuzeit ans Licht. Er zeigt, wie sich Familiennamen zwischen Dialekt und Standard bewegen, eigene Strukturen entwickeln und so einzigartige Einblicke in die Sprachgeschichte eröffnen. Ein innovatives Kartierungsverfahren rekonstruiert Namenareale über mehrere Zeitstufen und macht Stabilität wie auch Migration sichtbar. Neben den deutschsprachigen Namen werden in Auswahl französische, italienische und rätoromanische Namen einbezogen. Dadurch treten sowohl die für die Schweiz charakteristischen Sprachkontaktphänomene als auch die Spezifika der deutschsprachigen Namen deutlich hervor. Mit über 500 kommentierten Karten ist der Atlas ein Referenzwerk für Fachpersonen der Bereiche Germanistik, Romanistik, Linguistik, Dialektologie, Sprachgeschichte, Namenforschung und Schweizer Geschichte.
Der vorliegende Band I behandelt Themen der Graphie und Phonologie. Diese gliedern sich in die Bereiche Vokalismus, Konsonantismus sowie graphematisch-phonologische Adaptionen und Kontaktphänomene. Die Bände II und III gelten den Themenbereichen Morphologie und Syntax respektive Semantik, Lexik und Benennungsmotivik.
Der dreibändige Atlas bietet erstmals eine umfassende Darstellung und Analyse der vielfältigen Deutschschweizer Familiennamen. Systematisch untersucht er Grammatik, Lexik und Benennungsmotive und bringt dabei Sprache und Kultur des Mittelalters wie auch der Frühen Neuzeit ansLicht. Er zeigt, wie sich Familiennamen zwischen Dialekt und Standard bewegen, eigene Strukturen entwickeln und so einzigartige Einblicke in die Sprachgeschichte eröffnen. Ein innovatives Kartierungsverfahren rekonstruiert Namenareale über mehrere Zeitstufen und macht Stabilität wie auch Migration sichtbar. Neben den deutschsprachigen Namen werden in Auswahl französische, italienische und rätoromanische Namen einbezogen, wodurch Sprachkontaktphänomene sowie die Spezifika der deutschsprachigen Namen deutlich hervortreten. Zahlreiche Karten und Analysen machen den Atlas zu einem wichtigen Referenzwerk für Fachpersonen der Bereiche Germanistik, Romanistik, Linguistik, Namenforschung, Dialektologie, Sprachgeschichte und Schweizer Geschichte.

Inhalt:
A Einleitung zum Familiennamenatlas der Deutschschweiz

B Graphie und Phonologie
1 Vokalismus
1.1 Schreibvariation e/ä für germ. ë
1.2 Schreibvariation Primärumlaut
1.3 Fehlende und durchgeführte Umlautung
1.4 Schreibvariation Trema oder Digraph bei Umlauten
1.5 Entrundung
1.6 Rundung
1.7 Erhalt oder Verdumpfung von mhd. ā
1.8 Senkung von mhd. i, u, ü
1.9 Diphthongwandel von mhd. ei, ou, öu
1.10 Monophthong- und Diphthongschreibungen von mhd. ī
1.11 Monophthong- und Diphthongschreibungen von mhd. ū
1.12 Monophthong- und Diphthongschreibungen von mhd. iu
1.13 Diphthong- und Monophthongschreibungen von mhd. ie, ue, üe
1.14 Schreibvariation i/y
1.15 Längen- und Kürzenanzeige
1.16 Synkope

2 Konsonantismus
2.1 Nasalschwund
2.2 Assimilationen und Dissimilationen
2.3 Zweite Lautverschiebung: Tenuesverschiebung
2.4 Variation ch/h für germ. χ
2.5 Schreibvariation bei Plosiven im Anlaut
2.6 Schreibvariation bei Plosiven im Inlaut
2.7 Schreibvariation bei Plosiven im Auslaut
2.8 Schreibvariation t/th
3 Graphematisch-phonologische Adaptionen und Kontaktphänomene
3.1 Schreibvariation C/K im Anlaut von Patronymen
3.2 Graphematische Adaptionen bei Migration innerhalb der Deutschschweiz
3.3 Integration französischer Familiennamen ins Deutsche
3.4 Graphematisch-phonologische Integration rätoromanischer Familiennamen ins Deutsche
3.5 Integration deutscher Familiennamen ins Französische
3.6 Integration rätoromanischer Familiennamen ins Italienische

Kurzbiographien der Autor:innen

Autor:inneninformation:
Prof. Dr. Luise Kempf ist seit 2020 Professorin für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Bern
Mehr Informationen
ISBN 978-3-381-15061-8
EAN 9783381150618
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 316
Format gebunden
Höhe 297
Breite 259
Ausgabename 1506-1
Auflagenname -11
Herausgeber:in Luise Kempf
Erscheinungsdatum 14.09.2026
Lieferzeit 2-4 Tage