Katrin Schumacher

Femme fantôme

Poetologien und Szenen der Wiedergängerin um 1800/1900
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Die Rückkehr der an den Tod verlorenen Geliebten: Die Studie betrachtet erstmals das Phänomen der femme fantôme als eine kulturgeschichtliche und literarische Abbildung dieses Phantasmas der Wiedergängerin. Ausgehend von der Beobachtung, dass die Jahrhundertschwellen um 1800 und um 1900 signifikante Denkfiguren der Endlichkeit und der Wiederholung produzieren, setzt die Arbeit an jenen Umbruchzeiten des Wissens an. In den diskursanalytischen Fokus geraten zunächst die Labore der Lebenswissenschaften um 1800, deren spektakuläre Daten zu Tod und Leben, Scheintod und Geistererscheinungen in der Literatur wiederum zu Experimenten mit Signalen und Zeichen aus dem Jenseits führen. Bei Goethe, Novalis, Schelling und in Bonaventuras Nachtwachen wird die Wiedergängerin als eine solche Phantastik des Wissens literarisiert. Im Fin de siècle, bei Poe, Rodenbach, den englischen Präraffaeliten, schließlich bei Schnitzler, H. Mann und Autoren der österreichischen Phantastik erscheint die femme fantôme als theatrales Wesen, das einem irritierten Raum-Zeit-Gefüge erwächst. Die Geschichte der femme fantôme ist eine Spurensuche in den Dispositionen des Wissens und den Figuren der Wiederholung. Der Kanon philosophischer Fragen nach dem Jenseits wird letztlich auf eine Kultur- und Wissensgeschichte des Todes beziehbar.
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ISBN 978-3-7720-8209-2
EAN 9783772082092
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 310
Format kartoniert
Ausgabename 38209
Verlag A. Francke Verlag
Autor Katrin Schumacher
Erscheinungsdatum 22.05.2007
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