Iris Heckel

Floris van Schoonhoven

Lalage sive Amores Pastorales - Lalage oder Bukolische Liebesgedichte (1613)
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Floris van Schoonhoven (~1594-1648) verfasste in Leiden lateinische Gedichte, die 1613 als Poemata antehac non edita erschienen. Im vierten Buch dieser Sammlung, das den Titel Lalage sive Amores Pastorales trägt, umwirbt der Hirte Daphnis die Geliebte Lalage. Einen besonderen Reiz dieses ludicrum carmen macht das Zusammenspiel von bukolischem Setting, metrischer Vielfalt und Elementen der Liebeselegie und des Romans aus. Hier knüpft der Autor an die literarische Tradition der Lusus Pastorales an, die um 1500 in Italien entstand. Der vorliegende Band bietet eine moderne Edition des lateinischen Textes mit deutscher Übersetzung und einen ausführlichen Kommentar, in dem Schoonhovens souveräner Umgang mit antiken Vorbildern wie Catull oder Horaz, aber auch mit humanistischen Prätexten deutlich wird. In der Einleitung werden nach einem Kapitel zu Schoonhovens Leben und Werk die Struktur des Gedichtbuches, Sprache, Metrik und Imitationstechniken sowie die Gattungszugehörigkeit untersucht.
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Floris van Schoonhoven (~1594-1648) verfasste in Leiden lateinische Gedichte, die 1613 als Poemata antehac non edita erschienen. Im vierten Buch dieser Sammlung, das den Titel Lalage sive Amores Pastorales trägt, umwirbt der Hirte Daphnis die Geliebte Lalage. Einen besonderen Reiz dieses ludicrum carmen macht das Zusammenspiel von bukolischem Setting, metrischer Vielfalt und Elementen der Liebeselegie und des Romans aus. Hier knüpft der Autor an die literarische Tradition der Lusus Pastorales an, die um 1500 in Italien entstand. Der vorliegende Band bietet eine moderne Edition des lateinischen Textes mit deutscher Übersetzung und einen ausführlichen Kommentar, in dem Schoonhovens souveräner Umgang mit antiken Vorbildern wie Catull oder Horaz, aber auch mit humanistischen Prätexten deutlich wird. In der Einleitung werden nach einem Kapitel zu Schoonhovens Leben und Werk die Struktur des Gedichtbuches, Sprache, Metrik und Imitationstechniken sowie die Gattungszugehörigkeit untersucht.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-6897-7
EAN 9783823368977
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 468
Format kartoniert
Ausgabename 16897
Verlag Gunter Narr Verlag
Herausgeber Iris Heckel
Erscheinungsdatum 14.05.2014
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„Heckel präsentiert den Zyklus im lateinischen Original, kollationiert aus dem Erstdruck, einer vom Autor selbst korrigierten Version dieses Erstdruckes, sowie dem Text in den Delitiae poetarum Belgicorum. Von der Präsentation eines historisch-diplomatischen Textes sieht sie zugunsten der Leserfreundlichkeit ab, besonders da sie stets auch jene Leser im Auge behält, die keine Spezialisten auf dem Gebiet der neulateinischen Forschung, sondern in Nachbardisziplinen beheimatet sind (S. 88-91). Jedem Gedicht ist eine deutsche Übersetzung beigegeben, welche die Zeilenbrüche der Originalverse beibehält. Dies führt zu einer leichteren Vergleichbarkeit mit dem lateinischen Text – befinden sich doch lateinischer und deutscher Auszug des Textes stets an ungefähr derselben Stelle auf den gegenüberliegenden Seiten –, und zu einer Übersetzung, die stets eng am Original bleibt. [...] Insgesamt bietet Heckel mit ihrer Edition der Lalage Schonhoovens einen ausführlichen Einblick in das Jugendwerk des niederländischen Autors, eine Spielart der neulateinischen bukolischen Dichtung und ihrer Vorbilder und liefert damit einen wichtigen Baustein zur Erschließung des Wirkens dieses niederländischen Autors im Besonderen und der neuzeitlichen Entwicklung der – lateinischen und volkssprachlichen – bukolischen Dichtung im Allgemeinen.“

Editionen in der Kritik VIII 2016 / 09.05.16