Monika Moravetz

Formen der Rezeptionslenkung im Briefroman des 18. Jahrhunderts

Richardsons 'Clarissa', Rousseaus 'Nouvelle Héloise' und Laclos' 'Liaisons Dangereuses'
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Drei der bedeutendsten Briefromane des 18. Jahrhunderts - Richardsons "Clarissa", Rousseau "Nouvelle Héloise" und Laclos "Liaisons Dangereuses" - werden auf strukturalistischer und rezeptionsästhetischer Basis untersucht. Wie diverse Dramatisierungen und Verfilmungen der "Liaisons Dangereuses" zeigen, hat dieses Werk auch im 20. Jahrhundert sein Provokationspotential nicht eingebüßt.
Anhand eines zweistufigen analysemodells wird die Leserlenkung auf Handlungs-und Diskursebene untersucht. Es wird gezeigt, daß die Wirkungspotentiale des "polylogen" Briefromans in einem engen Bedingungsverhältnis zur Funktionalisierung der Mehrstimmigkeit stehen; danach lassen sich verschiedene Typen dieses narrativen Subgenres unterscheiden: Während die Mehrstimmigkeit bei Richardson noch in einer Stimmenharmonie aufgelöst wird, die von dem Leser problemlos als Identifikationsangebot angenommen werden kann, finden sich bei Rousseau und Laclos bereits ansätze zu echter Polyphonie. Insbesondere in den "Liaisons Dangereuses" genügt die konsequente Beibehaltung der Stimmenvielfalt dem modernen Prinzip der Leseraktivierung.
Drei der bedeutendsten Briefromane des 18. Jahrhunderts - Richardsons "Clarissa", Rousseau "Nouvelle Héloise" und Laclos "Liaisons Dangereuses" - werden auf strukturalistischer und rezeptionsästhetischer Basis untersucht. Wie diverse Dramatisierungen und Verfilmungen der "Liaisons Dangereuses" zeigen, hat dieses Werk auch im 20. Jahrhundert sein Provokationspotential nicht eingebüßt.
Anhand eines zweistufigen analysemodells wird die Leserlenkung auf Handlungs-und Diskursebene untersucht. Es wird gezeigt, daß die Wirkungspotentiale des "polylogen" Briefromans in einem engen Bedingungsverhältnis zur Funktionalisierung der Mehrstimmigkeit stehen; danach lassen sich verschiedene Typen dieses narrativen Subgenres unterscheiden: Während die Mehrstimmigkeit bei Richardson noch in einer Stimmenharmonie aufgelöst wird, die von dem Leser problemlos als Identifikationsangebot angenommen werden kann, finden sich bei Rousseau und Laclos bereits ansätze zu echter Polyphonie. Insbesondere in den "Liaisons Dangereuses" genügt die konsequente Beibehaltung der Stimmenvielfalt dem modernen Prinzip der Leseraktivierung.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-4301-1
EAN 9783823343011
Seiten 300
Format kartoniert
Ausgabename 14301
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Monika Moravetz
Erscheinungsdatum 01.01.1990
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