Cordula Kropik

Gemachte Welten

Form und Sinn im höfischen Roman
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Die Studie sucht, der 'anderen' Ästhetik mittelalterlicher Literatur anhand einiger höfischer Romane des 12. und 13. Jahrhunderts auf den Grund zu gehen. In einer Vorüberlegung wird zunächst die Annahme der besonderen Nähe vormoderner Literatur zum Mythos zurückgewiesen. An ihre Stelle tritt die Einsicht in eine Form literarischer Sinnbildung, die vor allem thematisch bestimmt ist. Exemplarische Analysen weisen das Prinzip der thematischen Entfaltung in den Romanen auf und machen dabei deutlich, wie sehr es sich schon beim zeitgenössischen Leser mit dem Eindruck des Künstlichen verband.
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Die Studie sucht, der 'anderen' Ästhetik mittelalterlicher Literatur anhand einiger höfischer Romane des 12. und 13. Jahrhunderts auf den Grund zu gehen. In einer ausführlicheren theoretischen Vorüberlegung wird zunächst die Annahme einer besonderen Nähe vormoderner Literatur zum Mythos zurückgewiesen. An ihre Stelle tritt die Einsicht in eine Form literarischer Sinnbildung, die sich über die Kategorie des Themas definiert. Exemplarische Analysen des 'Erec' Hartmanns von Aue, der Tristanromane Eilharts von Oberg und Gottfrieds von Straßburg sowie des 'Willehalm von Orlens' Rudolfs von Ems weisen das Verfahren der thematischen Entfaltung detailliert auf und machen seine Bedeutung für die Poetik der Gattung deutlich. In Seitenblicken auf die selbstreflexiven Passagen der Romane wird dabei ein Bezug zum poetologischen Diskurs der Zeit hergestellt, der zeigt, wie sehr sich das Kunstprinzip des romanhaften Erzählens schon beim mittelalterlichen Leser mit dem Eindruck des Künstlichen verbunden haben muss.

Inhalt:
Einleitung

I Formaler Mythos – Ansätze zur Klärung eines Modells
1 Mythos und Wirklichkeit: Kritik
2 Vom Mythos zur Kunst: Reformulierung

II Thematische Entfaltung. Annäherungen an eine Form literarischer Sinnbildung
1 Form, Sinn, Thema. Eine erste Verortung
2 Aufbau vs. Entfaltung. Versuch einer analytischen Modellierung

III Form und Sinn im höfischen Roman
1 Vorüberlegung
2 Kristallene Worte – schlüssige Welt. Zum ‚Erec‘ Hartmanns von Aue
3 Komposition als Arbeit am Mythos. Zu den Tristanromanen Eilharts von Oberg und Gottfrieds von Straßburg
4 Figuren der Vermittlung. Zum ‚Willehalm von Orlens‘ Rudolfs von Ems (anstelle eines Ausblicks)

Literaturverzeichnis
Register

Autoreninformation:
PD Dr. Cordula Kropik forscht derzeit als Heisenberg-Stipendiatin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-7720-5559-1
EAN 9783772055591
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 380
Format eBook PDF
Ausgabename 38559-2
Verlag A. Francke Verlag
Autor Cordula Kropik
Erscheinungsdatum 20.04.2021