Habbo Knoch

Geschichte in Gedenkstätten

Theorie - Praxis - Berufsfelder
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Seit 1945 sind von Auschwitz bis Kigali weltweit eine Vielzahl von Gedenkstätten entstanden. Sie haben sich als zentrale Orte der Erinnerung an das massenhafte Leiden von Menschen durch staatliche Verfolgung, Kriegsverbrechen und Völkermorde etabliert. An den historischen Tatorten erfüllen sie viele Aufgaben: Gedenken, Bewahren, Forschen, Vermitteln. Im Zentrum stehen die Erfahrungen der Opfer. Der Band zeichnet die Entwicklung von Gedenkstätten nach, führt in die wichtigsten Kontroversen ein und vermittelt einen Überblick zu den Aufgabenfeldern dieser Institutionen des kollektiven Gedächtnisses.
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Historisches Lernen aus gewaltsamen Vergangenheiten, insbesondere des 20. Jahrhunderts, ist inzwischen untrennbar mit Gedenkstätten verknüpft. Der Band zeichnet ihre Entwicklung nach, führt in die wichtigsten Kontroversen ein und vermittelt einen Überblick zu den Aufgabenfeldern dieser Institutionen des kollektiven Gedächtnisses, die in Europa mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sind. Seit den 1980er Jahren haben sich Gedenkstätten zunehmend auch in anderen Regionen der Welt zu Einrichtungen entwickelt, die das Gedenken und eine aktive Auseinandersetzung mit dem Geschehen an diesen Orten und ihrer Geschichte verbinden. Zahlreiche Kontroversen – etwa über das Verhältnis von Gedenken und Erinnerung, den musealen Charakter oder den politischen Auftrag von Gedenkstätten – dokumentieren die Bedeutung von Gedenkstätten für die Selbstverständigung von Gesellschaften über vergangene Verbrechen. In der Fülle ihrer Aufgaben liegt eine ständige Herausforderung, angemessene Formen des Umgangs mit Geschichte zu finden und ihren moralischen Auftrag ebenso zu reflektieren wie ihm gerecht zu werden.

Inhalt:
Einführung

1 Definitionen
1.1 Eine Annäherung
1.2 Gedenkort – Gedenkmuseum – Denkmal – Erinnerungsort
1.3 Gedenkstätte: Eine kurze Begriffsgeschichte
1.4 Was macht eine Gedenkstätte aus?

2 Grundbegriffe
2.1 Erinnerung und Gedächtnis
2.2 Geschichtspolitik und Erinnerungskultur
2.3 Kollektivgewalt und Genozid
2.4 Opfer und Täter
2.5 Trauer und Trauma
2.6 Vergessen und Erinnern
2.7 Gedenken und Geschichtsbewusstsein

3 Entwicklungen
3.1 Totenkult und öffentliches Gedenken vor 1945
3.2 NS-Gedenkstätten als sakrale Gedächtnisorte der Nation
3.3 Die Gedenkstättenbewegung in der Bundesrepublik
3.4 Geschichtspolitik in der „Berliner Republik“
3.5 Gedenkstätten für die Opfer in der SBZ und der DDR
3.6 Gedenkstätten in Europa seit 1990
3.7 Gedenkstätten als globale Institution

4 Themen
4.1 Sind Gedenkstätten heilige Orte?
4.2 Sind Gedenkstätten authentische Orte?
4.3 Sind Gedenkstätten museale Orte?
4.4 Sind Gedenkstätten Lernorte?
4.5 Sind Gedenkstätten politische Orte?
4.6 Sind Gedenkstätten universale Orte?

5 Praxis
5.1 Organisation
5.2 Akteure
5.3 Vernetzung
5.4 Aufgaben
5.5 Gedenkstätte als Beruf: Voraussetzungen

Weblinks zu Portalen, Plattformen und Linksammlungen
Dank
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Register der Namen und Orte


Autoreninformation:
Prof. Dr. Habbo Knoch lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität zu Köln. Zuvor war er Geschäftsführer der "Stiftung niedersächsische Gedenkstätten" (Celle) und Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8385-5143-2
EAN 9783838551432
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 246
Format eBook PDF
Ausgabename 45143-2
Verlag UTB
Autor Habbo Knoch
Erscheinungsdatum 23.11.2020