Hartmut Rosa, Jörg Oberthür

Gesellschaftstheorie

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Gesellschaft ist ein komplexes und sich historisch veränderndes Gebilde. Die vorliegende Einführung macht es theoretisch und begrifflich fassbar, indem
sie von konkreten sozialen Problemfeldern ausgeht und daran die unterschiedlichen sozial- und geisteswissenschaftlichen Positionen und Herangehensweisen deutlich werden lässt. Auf diese Weise wird die Vielfalt gesellschaftstheoretischer Ansätze in ihrer historischen Entwicklung und ihrer gegenwartsbezogenen Relevanz erkennbar. Dabei werden sowohl die Interdisziplinarität der Zugänge als auch die Möglichkeiten einer kritischen bzw. beurteilenden Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse berücksichtigt und diskutiert.
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Gesellschaft ist ein komplexes und sich historisch veränderndes Gebilde. Die vorliegende Einführung macht es theoretisch und begrifflich fassbar, indem
sie von konkreten sozialen Problemfeldern ausgeht und daran die unterschiedlichen sozial- und geisteswissenschaftlichen Positionen und Herangehensweisen deutlich werden lässt. Auf diese Weise wird die Vielfalt gesellschaftstheoretischer Ansätze in ihrer historischen Entwicklung und ihrer gegenwartsbezogenen Relevanz erkennbar. Dabei werden sowohl die Interdisziplinarität der Zugänge als auch die Möglichkeiten einer kritischen bzw. beurteilenden Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse berücksichtigt und diskutiert.

Über dieses Buch

Einleitung

Interdisziplinäre Kontexte gesellschaftstheoretischen Denkens

Dynamische Veränderung der Gesellschaft – Gesellschaftstheorie als ‚Work in Progress‘

Problemfelder und Fokuspunkte gesellschaftstheoretischen Denkens – zum Aufbau des Buchs

1 Naturverhältnisse und ökologische Krise der Gesellschaft
1.1 Frühe Moderne: Neuzeitliche Naturdeutungen und Industrialisierung
1.1.1 Natur in Naturwissenschaft und frühen Gesellschaftsanalysen
1.1.2 Etablierung der Soziologie und Verlust der Natur
1.2 Entwickelte Moderne: Zur Konstruktion der ökologischen Krise
1.2.1 Mary Douglas und die Cultural Theory der Natur- und Risikomythen .
1.2.2 Klaus Eders kommunikationstheoretisches Ambivalenzmodell
des modernen Naturzugangs
1.3 Späte Moderne: Neue politische Ökologien?
1.3.1 Die Politische Ökologie Bruno Latours
1.3.2 Im „Parlament der Dinge“ – ein Verfahrensmodell ökologischer Demokratisierung
1.3.3 Ökologisieren als theoretisches Paradigma
1.4 Resümee

2 Subjektivierung und Individualisierung gesellschaftlicher Praxis
2.1 Frühe Moderne: Der vergesellschaftete Mensch
2.1.1 Gesellschaft als soziale Einheit in der Differenz: Emile Durkheim und die Erneuerung des ‚sozialen Bandes‘
2.1.2 Transformation der ‚Lebensführung‘: Max Weber und das Subjekt als Träger kultureller Rationalisierung
2.1.3 Nähe und Distanz: Georg Simmel und die Ambivalenz der Individualisierung als Krise der Moderne
2.2 Entwickelte Moderne: Leben in Institutionen
2.2.1 Zwei konträre Perspektiven auf Gesellschaft als ‚System‘:
Kritische Theorie und Talcott Parsons’ Systemfunktionalismus
2.2.2 Reflexivität und Routine: Anthony Giddens’ Subjektverständnis
als Beitrag zum Struktur-Handlungs-Problem der Soziologie
2.3 Späte Moderne: Subjektivierung als ‚Selbstunterwerfung‘ – poststrukturalistische Kritik der Individualisierungsthese
2.4 Resümee

3 Geschlechtlichkeit
3.1 Frühe Moderne: Mathilde Vaerting
3.1.1 Biographische Notizen
3.1.2 Die Neubegründung der Psychologie von Mann und Weib
3.1.3 Eingeschlechtliche Vorherrschaft und die Macht des Unterschieds
3.1.4 Die Sexualkomponente
3.1.5 ‚Objektive Wissenschaft‘ in der Geschlechterpsychologie
3.2 Entwickelte Moderne: Simone de Beauvoir
3.2.1 Biographische Notizen
3.2.2 Freiheit in Situation
3.2.3 Die Ambivalenz der menschlichen Existenz
3.2.4 Die Situation der Frau
3.2.5 Weibliche Sexualität
3.2.6 Das gesellschaftliche Programm der Befreiung der Frau
3.3 Späte Moderne: Judith Butler
3.3.1 Biographische Notizen
3.3.2 Butlers Performativitätstheorie
3.3.3 Die Neuvermessung des Natur-Kultur-Dualismus
3.3.4 Performativität und Parodie
3.3.5 Die heterosexuelle Matrix als regulatorisches Regime
3.4 Resümee

4 Ethnizität und Rassismus
4.1 Frühe Moderne: Max Weber – ethnische Gemeinschaftsbeziehungen
4.2 Entwickelte Moderne: Ethnizität und Migration
4.2.1 Assimilation und Pluralismus
4.2.2 Ethnizität: Strukturmerkmal moderner Gesellschaft oder vorüber- gehende Phase im Prozess funktionaler Differenzierung?
4.3 Späte Moderne: Ethnische Ungleichheit und Rassismus
4.3.1 Ethnizität, Diskriminierung und Ethnisierung
4.3.2 Rassismen
4.4 Resümee

5 Soziale Ungleichheit
5.1 Frühe Moderne: Karl Marx
5.1.1 Die Bedeutung der Produktionsverhältnisse: Kapitalistische Ausbeutung als dialektisches soziales Verhältnis
5.1.2 Klassenkampf, Entfremdung und die Skepsis gegenüber der Moral
5.2 Entwickelte Moderne: Pierre Bourdieu
5.2.1 Kulturtheoretische Brechungen: Akkumulation unterschiedlicher Kapitalsorten und Klassifikation
5.2.2 Störende und verstörende Eingriffe
5.3 Späte Moderne: Nancy Fraser
5.3.1 Perspektivischer Trialismus auf soziale Ungleichheit: Ökonomie, Kultur und Politik
5.3.2 Reflexive Gerechtigkeit: Institutionalisierte gleiche Teilhabe und transnationale Öffentlichkeiten
5.4 Resümee: Auf dem Weg zur Entschlüsselung der Verschränkungen
sozialer Ungleichheit in der kapitalistischen Moderne

6 Demokratie und Gesellschaft
6.1 Frühe Moderne: Alexis de Tocqueville
6.1.1 Demokratie in der Gesellschaft: Regierungs- und Sozialform
6.1.2 Freiheit und Gleichheit
6.1.3 Gefahren der Demokratie
6.2 Entwickelte Moderne: Hannah Arendt
6.2.1 Das Gesellschaftliche und das Politische
6.2.2 Revolution und Demokratie
6.2.3 Totalitarismus als Antithese zur Demokratie
6.3 Späte Moderne: Jacques Rancière
6.3.1 Demokratie als Politik des Dissenses
6.3.2 Radikale Gleichheit
6.3.3 Der Hass der Demokratie
6.4 Resümee

Fazit: Gesellschaftstheorie, intellektuelle Redlichkeit und das Problem der Formationsbegriffe


Autoreninformation:
Univ. Prof. Dr. Hartmut Rosa, Lehrstuhl für Allgemeine und Theoretische Soziologie und Sprecher der DFG-geförderten Kollegforschergruppe 1642 Postwachstumsgesellschaften« an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena; seit Oktober 2013 auch Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt. Forschungsschwerpunkte: Theorien der Moderne, Zeitsoziologie, Kommunitarismus.
Dr. Jörg Oberthür lehrt und forscht am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8252-5244-1
EAN 9783825252441
Seiten 270
Format kartoniert
Höhe 215
Breite 150
Ausgabename 45244
Verlag UTB
Erscheinungsdatum 17.02.2020
Lieferzeit 1-3 Tage
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