Manuel Huth

Humanismus und Philosophie

Die medizinischen Schriften des Humanisten Joachim Camerarius (1500–1574)
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Anfang des 16. Jahrhunderts befand sich die zeitgenössische Medizin in einer spannenden Umbruchphase: Die wiederentdeckten griechischen Originalwerke von Galen und Hippokrates standen zum ersten Mal einem breiten Leserkreis zur Verfügung, der bis dahin vorherrschende Aristotelismus wurde um weitere philosophische Systeme ergänzt und Gelehrte wie Philipp Melanchthon versuchten die Medizin an den neuen protestantischen Glauben anzupassen. Dieses Buch wirft einen Blick auf diese Phase und zeigt, wie der zu dieser Zeit berühmte Humanist Joachim Camerarius ihre Anfänge aktiv mitbestimmte.
Joachim Camerarius (1500–1574) war einer der einflussreichsten und literarisch produktivsten Gelehrten seiner Zeit. Zu seinen zahlreichen Werken gehören auch medizinische Schriften, die in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und damit in einer Zeit entstanden sind, in der die zeitgenössische Medizin eine spannende Umbruchphase erlebte: Die wiederentdeckten griechischen Originaltexte von Galen und Hippokrates standen zum ersten Mal einem breiten Leserkreis zur Verfügung, der bis dahin vorherrschende Aristotelismus wurde um weitere philosophische Systeme ergänzt und Gelehrte wie Philipp Melanchthon versuchten, die Medizin dem neuen protestantischen Glauben anzupassen. Dieses Buch wirft einen Blick auf diese Umbruchphase und zeigt, wie Camerarius sie aktiv mitgestaltete, indem er mit seinen Werken die programmatischen und philosophischen Grundlagen dieser Disziplin vermittelte.

Inhalt:
Vorwort

A Einleitung: Camerarius als Verfasser medizinischer Schriften
1 Forschungsstand
2 Das Corpus der medizinischen Schriften
3 Methodische Überlegungen
4 Fragestellung

B Die medizinischen Schriften der 1530er Jahre
1 Die Astrologica (1532)
2 Der De Theriacis et mithridateis Commentariolus 1533
3 Kleinere diätetische Gedichte (1535 und 1536)
4 Die Galen-Ausgabe (1538)
5 Zusammenfassung: Synthese aus Humanismus und Fachdisziplin als pädagogischer Anspruch

C Philosophische Prinzipien in den medizinischen Schriften des Camerarius
1 Das aristotelische Wissensmodell im De Theriacis et mithridateis commentariolus
2 Die Übernahme des Prinzips der Analogie
3 Zusammenfassung: Die Sicherstellung wissenschaftlicher Grundlagen als pädagogischer Anspruch

D Zusammenfassung: Grundlagen einer humanistischen Medizin

E Anhang: Edition und Übersetzung zentraler Passagen
1 Die Astrologica (= Camerarius 1532a)
2 Der De theriacis et mihridateis Commentariolus (= Camerarius 1533)
3 Das Epigramm De ratione victus salutaris (= Camerarius 1535b, Bl. 47v / Camerarius 1536, Bl. 41v)
4 Die Epistola ad lectorem der Galenausgabe (= Gemusaeus et al. 1538, Bd. IV, Bl. *2r/v)
5 Die Versus senarii de analogiis (= Camerarius 1554)
6 Das Kapitel De proportionibus aus dem Kommentar zur Einführung in die Arithmetik des Nikomachos von Gerasa (= Camerarius 1569, Bl. O5v– P4v)
7 Die Decuriae XXI symmikt on problematon (= Camerarius 1594)

Literaturverzeichnis

Autor:inneninformation:
Manuel Huth ist Mitarbeiter beim DFG-Projekt "Medicinae Alumni Vitebergenses" am Institut für Geschichte der Medizin (Würzburg).
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-8597-4
EAN 9783823385974
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 336
Format gebunden
Ausgabename 18597-1
Auflagenname -11
Autor/-in Manuel Huth
Erscheinungsdatum 18.12.2023
Lieferzeit 2-4 Tage