Stella Butter, Prof. Dr. Meinhard Winkgens, Prof. Dr. Christine Bierbach, Prof. Dr. Hans-Peter Ecker, Prof. Dr. Ulfried Reichardt, Prof. Dr. Susanne Kleinert, Prof. Dr. Jochen Mecke, Prof. Dr. Werner Kallmeyer

Kontingenz und Literatur im Prozess der Modernisierung

Diagnosen und Umgangsstrategien im britischen Roman des 19.-21. Jahrhunderts
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Im Mittelpunkt dieser Studie steht die Frage, wie englische Literatur Modernisierungsprozesse und damit verbundene Krisenphänomene reflektiert und welche Umgangsstrategien für individuelles und gesellschaftliches Handeln entworfen werden. Zentrale Analysekategorie ist das Konzept der ‚Kontingenz‘, weil Vorstellungen davon, welche Bereiche der Welt auch anders sein könnten, das Wirklichkeitsbild einer Gesellschaft strukturieren. Die Studie entwirft ein narratologisches Analysemodell für Ästhetiken der Kontingenz und zeichnet anhand literarischer Fallstudien (u.a. George Eliot, Iris Murdoch, Ian McEwan) Kulturkonflikte um Kontingenzkonzeptionen vom 19. - 21. Jahrhundert nach.
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Es könnte auch anders sein. Diese Haltung ist prägend für die moderne Welt, in der das Individuum fortwährend zwischen Alternativen bei der Lebensgestaltung wählt. Gleichzeitig wächst das Gefühl von Kontrollverlust angesichts ökologischer Katastrophen und der Eigenlogik von Systemen sowie globalen Prozessen, die sich dem steuernden Zugriff des Subjekts entziehen. Im Mittelpunkt dieser Studie steht die Frage, wie englische Literatur Modernisierungsprozesse und damit verbundene Krisenphänomene reflektiert und welche Umgangsstrategien für individuelles und gesellschaftliches Handeln entworfen werden. Zentrale Analysekategorie ist das Konzept der ‚Kontingenz‘, weil Vorstellungen davon, welche Bereiche der Welt veränderbar sind, das Wirklichkeitsbild einer Gesellschaft strukturieren. Die Studie entwirft ein narratologisches Analysemodell für Ästhetiken der Kontingenz und zeichnet anhand literarischer Fallstudien (u.a. George Eliot, Virginia Woolf, Ian McEwan) Kulturkonflikte um Kontingenzkonzeptionen vom 19. - 21. Jahrhundert nach. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Beitrag des Romans zur Herausbildung neuer Subjekt- und Gemeinschaftsmodelle als Antwort auf diagnostizierte Kontingenzphänomene.
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ISBN 978-3-8233-6801-4
EAN 9783823368014
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 512
Format kartoniert
Höhe 220
Breite 150
Ausgabename 16801
Verlag Gunter Narr Verlag
Herausgeber Prof. Dr. Meinhard Winkgens, Prof. Dr. Christine Bierbach, Prof. Dr. Hans-Peter Ecker, Prof. Dr. Ulfried Reichardt, Prof. Dr. Susanne Kleinert, Prof. Dr. Jochen Mecke, Prof. Dr. Werner Kallmeyer
Autor Stella Butter
Erscheinungsdatum 17.07.2013

„Als Fazit lässt sich festhalten, dass Butters Studie nicht nur die interdisziplinäre Forschung zum Phänomen der Kontingenz entscheidend bereichert und dabei die Rolle der Kulturwissenschaften im Verbund mit der Philosophie und der Soziologie stärkt. Die Arbeit eröfInet auch eine fundierte funktionsgeschichtliche Perspektive auf den Modernisierungsprozess, die sich von dialektischen und systemtheoretischen Denkweisen inspiriert zeigt. Darüber hinaus wird dem Leser die Tragweite des Konzepts der Kontingenz sowohl als kulturelle Selbstdeutungskategorie wie auch in narratologischer Hinsicht aufgezeigt, indem Kontingenz gelungen als Analysekategorie zur Deutung von literarischen Wirklichkeitsentwürfen entwickelt wird. Dafür, dass trotz der mit 496 Seiten beträchtlichen Länge der Arbeit die Nachvollziehbarkeit der Argumentation fur den Leser an keiner Stelle auf der Strecke bleibt, sorgen neben hilfreichen Zwischenfazits und methodologischen Erörterungen nicht zuletzt die von der Verfasserin erstellten Schaubilder an den jeweiligen Kapitelenden. Aufgrund der genannten Punkte gelingt Butter ein äußerst einschlägiger Beitrag zur Weiterentwicklung "einer kulturwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft" (S. 7), was von ihr selbst als ein Hauptziel der Studie benannt wird.“

Germanisch-Romanische Monatsschrift, Band 64, Heft 2 (2014) / 20.10.16

„Als Fazit lässt sich festhalten, dass Butters Studie nicht nur die interdisziplinäre Forschung zum Phänomen der Kontingenz entscheidend bereichert und dabei die Rolle der Kulturwissenschaften im Verbund mit der Philosophie und der Soziologie stärkt. Die Arbeit eröffnet auch eine fundierte funktionsgeschichtliche Perspektive auf den Modernisierungsprozess, die sich von dialektischen und systemtheoretischen Denkweisen inspiriert zeigt. Darüber hinaus wird dem Leser die Tragweite des Konzepts der Kontingenz sowohl als kulturelle Selbstdeutungskategorie wie auch in narratologischer Hinsicht aufgezeigt, indem Kontingenz gelungen als Analysekategorie zur Deutung von literarischen Wirklichkeitsentwürfen entwickelt wird. Dafür, dass trotz der mit 496 Seiten beträchtlichen Länge der Arbeit die Nachvollziehbarkeit der Argumentation für den Leser an keiner Stelle auf der Strecke bleibt, sorgen neben hilfreichen Zwischenfazits und methodologischen Erörterungen nicht zuletzt die von der Verfasserin erstellten Schaubilder an den jeweiligen Kapitelenden. Aufgrund der genannten Punkte gelingt Butter ein äußerst einschlägiger Beitrag zur Weiterentwicklung einer kulturwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft" (S. 7), was von ihr selbst als ein Hauptziel der Studie benannt wird.“

Germanistik Band 55, Heft 3-4 (2014) / 04.11.16