Anya Heise-von der Lippe, Russell West-Pavlov

Literaturwissenschaften in der Krise

Zur Rolle und Relevanz literarischer Praktiken in globalen Krisenzeiten
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In einem Zeitalter zahlreicher globaler Umbrüche destabilisieren klimatische, politische und finanzielle Krisen und die daraus resultierenden Kriege und Konflikte gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Wertemuster weltweit. Unter diesen Umständen müssen sich die Literaturwissenschaften kritischen Fragen stellen: Welche Relevanz haben philologische, historische und kontextuelle Forschungsprojekte im Licht einer krisengeschüttelten Gegenwart und einer unsicheren Zukunft? Welche Rolle kann Literatur, kann die Vermittlung literaturwissenschaftlicher Techniken im Rahmen bildungspolitischer Systeme spielen, die ökonomisch nutzbare Ergebnisse als Hauptlegitimationskriterium von Bildung betrachten? Welche ethischen und politischen Imperative müssen zwingend neu formuliert werden und welche Rolle spielen die Literaturwissenschaften dabei? In ihren Beiträgen setzen sich Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaftler mit ihrer eigenen literaturwissenschaftlichen Praxis und der Bedeutung ihres Faches in den und für die aktuellen Krisensituationen auseinander und versuchen eine Neueinordnung der gesellschaftlichen Rolle und Relevanz der Literaturwissenschaften über Fach- und Landesgrenzen hinaus.
In einem Zeitalter zahlreicher globaler Umbrüche destabilisieren klimatische, politische und finanzielle Krisen und die daraus resultierenden Kriege und Konflikte gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Wertemuster weltweit. Unter diesen Umständen müssen sich die Literaturwissenschaften kritischen Fragen stellen: Welche Relevanz haben philologische, historische und kontextuelle Forschungsprojekte im Licht einer krisengeschüttelten Gegenwart und einer unsicheren Zukunft? Welche Rolle kann Literatur, kann die Vermittlung literaturwissenschaftlicher Techniken im Rahmen bildungspolitischer Systeme spielen, die ökonomisch nutzbare Ergebnisse als Hauptlegitimationskriterium von Bildung betrachten? Welche ethischen und politischen Imperative müssen zwingend neu formuliert werden und welche Rolle spielen die Literaturwissenschaften dabei? In ihren Beiträgen setzen sich Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaftler mit ihrer eigenen literaturwissenschaftlichen Praxis und der Bedeutung ihres Faches in den und für die aktuellen Krisensituationen auseinander und versuchen eine Neueinordnung der gesellschaftlichen Rolle und Relevanz der Literaturwissenschaften über Fach- und Landesgrenzen hinaus.

Inhalt:
Anya Heise-von der Lippe / Russell West-Pavlov
Literaturwissenschaften in der Krise. Einleitung

I Bestandsaufnahmen

Dorothee Kimmich
»Nach der Krise ist vor der Krise«. Vom Überleben in, mit und durch die Krise

John K. Noyes
Literatur, Wahrheit, Menschsein

I-Tsun Wan
Literatur(-Wissenschaft) in der gravierenden Krise. Ein Versuch

Christoph Reinfandt
Literaturgeschichte und Konstruktivismus. Die Wahrheiten der Postmoderne

Thomas Kater
Von Fakes, ›fun facts‹ und anderen Alternativen. Literaturwissenschaft im ›postfaktischen Zeitalter‹

II Lektüren

Raphael Zähringer
Alternative Fakten und postfaktische Politik als Narrativ

Robert Leucht / Carl Niekerk
Erzählungen vom ›wahren‹ Volk. Überlegungen zu einer Narratologie des Populismus

Sascha Seiler
Globalisierungsangst in der Gegenwartsliteratur

Nele Guinand
Wie wollen wir in Zukunft leben?. Friedrich von Borries Klimakapseln als literarische Intervention

III Anwendungen

Stefan Hofer-Krucker Valderrama
Kafka zur Flüchtlingskrise und Beitrag an die Klimawandelforschung. Schlaglichter auf eine ›krisenbewusste‹ Literaturdidaktik und Literaturwissenschaft

Jens F. Heiderich
»Ich konsumiere, also bin ich?!«. Plädoyer für eine ›ökonomie-sensible‹ Lektüre- und Theaterpraxis im Deutschunterricht

Christian Dinger / Julian Ingelmann
Broadcast Philology. Plädoyer für eine populäre Literaturwissenschaft

Daniela Roth
Die Rolle der Literatur und Literaturwissenschaften in globalen und innergesellschaftlichen Krisenzeiten am Beispiel von Jenny Erpenbecks Gehen, ging, gegangen (2015)

IV Interventionen

Tom Reiss
Globale Flucht und die Literaturwissenschaften. Über die Krise eines wissenschaftlichen Selbstverständnisses

Swen Schulte Eickholt
Make complexity great again. Für eine interkulturelle Hermeneutik

John Kinsella
Dem konformistischen Text widerstehen

Matthias N. Lorenz
Literaturwissenschaften in der Krise

Russell West-Pavlov
Manifest für eine extrovertierte Literaturwissenschaft. Schlusswort
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-8148-8
EAN 9783823381488
Seiten 303
Format gebunden
Höhe 220
Breite 150
Ausgabename 18148
Verlag Gunter Narr Verlag
Erscheinungsdatum 19.02.2018
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