Miriam Preußger

Medienkulturelle Manifestationen gegenwärtiger Familienpolitik

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Die Arbeit beschäftigt sich mit gegenwärtigen Familiendiskursen in unserer Medienkultur. Untersuchungsgrundlage sind disparate Medien wie Dokumentation, TV-Serie, Facebook-Kommentar, Schaufenster, Kalender und Nachrichtensendung. Es wird facettenreich illustriert, wie wichtig bei konflikthaften Fragen rund um Familie im Zeitalter technologischer (Vorsorge-) Möglichkeiten die Berücksichtigung der medienkulturwissenschaftlichen Perspektive ist. Die Arbeit richtet sich disziplinübergreifend (etwa Medienwissenschaft und auch Medizinwissenschaften) an alle Interessierten der Gegenwart.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit gegenwärtigen Familiendiskursen in unserer Medienkultur. Die Verschränkung von Fragen rund um Familie im Zeitalter technologischer (Vorsorge-) Möglichkeiten mit der Annahme einer Medienkultur bietet die Möglichkeit, aktuelle und konflikthafte Familienpolitiken antipräskriptiv zu untersuchen. Hierzu werden verschiedene Medien rein funktional und syntagmatisch zusammengestellt. Untersuchungsgrundlage sind so disparate Medien wie beispielsweise Literatur, Film, Dokumentation, TV-Serie, Facebook-Kommentar, Schaufenster, Kalender, Nachrichtensendung, Ausstellungsarchitektur und Theater. Vornehmlich interessieren diejenigen Manifestationen von Geburt und Schwangerschaft, die ostentativ facettenreiche Konnotationen der Kategorien Natur, Kultur/Technik, Gesundheit und Krankheit arrangieren. Die Arbeit versteht sich auch als disziplinübergreifendes Projekt zur Stärkung einer toleranten und demokratischen Auffassung von unterschiedlichen Familienidentitäten, die in situ beobachtbar, zeigbar und vor allem auch gesellschaftlich lebbar sind.

Inhalt:
0. Impressionen in situ – Konturierung der Fragestellung
1. Forschungsüberblick und Positionierung
2. Methodologie: Medienkulturwissenschaft und diskursanalytische Werkzeuge
3. Manege frei: Zur gegenwärtigen Konstitution familientechnologischer Gesundheitsmelancholie
3.1 Kommunikation des Wunsches nach einem gesunden Kind als natürliche elterngemeinschaftliche Universalie
3.2 Argumentationsfiguren und Begründungszusammenhänge im Umfeld pränataler Diagnostik
3.3 Konfigurationen von Unsicherheit (gedimmt, punktuell-verschleiernd, konzessiv, adversativ)
3.4 Medienkultur der familientechnologischen Gesundheitsmelancholie
3.5 Beispiel zum Lachen: Pränatale Läuse
Zusammenfassung
4. Das Brodeln der Elemente
4.1 Familiales Unbehagen
4.2 Vielfalt/Oxymorie – Anerkennung der Überblendung – ostentative Manifestation als medienkulturelle Realität
4.3 Diversität ist medienkulturell zeigbar
Zusammenfassung
5. Familiendrama: Konfliktäre Familienkonstellationen in unserer Medienkultur
5.1 Monstrosität: Chiastisch-antithetische Familienkonstellation und fehlende familiale Positionalität
5.2 Kindsmord als Chiffre des Scheiterns einer verengt-abhängigen Intelligibilität
Zusammenfassung
6. „Lass uns VaterMutterKind spielen: Du bist die Mutter, ich bin der Vater – Kind haben wir einfach keins!“
Siglenverzeichnis
Medienverzeichnis
Bibliografie
Onlineverzeichnis

Autoreninformation:
Miriam Saskia Preußger ist 1987 in München geboren und hat Neuere Deutsche Literatur, Germanistische Linguistik und Alte Geschichte an der LMU München studiert. Sie forschte während ihres Promotionsstudiums zu den Themen Familie, Gesundheitspolitik und Medien.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-7720-8636-6
EAN 9783772086366
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 262
Format kartoniert
Ausgabename 38636
Verlag A. Francke Verlag
Autor Miriam Preußger
Erscheinungsdatum 17.07.2017
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