Martin Sebastian Hammer

Metalepsen im höfischen Roman

Narratologische Analyse und poetologische Interpretation anhand von ›Erec‹, ›Parzival‹ und ›Wildhelm von Österreich‹
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Diese Studie zielt auf narratologische Analysen und poetologische Interpretationen von Metalepsen im höfischen Roman. Ausgehend von einer narratologisch fundierten, mediävistisch informierten und diachron applikablen Präzisierung des Metalepsen-Begriffs widmet sie sich in eingehenden Fallstudien Hartmanns von Aue ›Erec‹, Wolframs von Eschenbach ›Parzival‹ sowie Johanns von Würzburg ›Wildhelm von Österreich‹. Argumentiert wird so u.a., dass Metalepsen nicht nur die Fiktionalität, sondern je nach Kontext etwa auch die Fidealität eines Werkes indizieren und reflektieren können.
Die Arbeit wurde im Jahr 2024 mit dem Preis für herausragende Promotion der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. ausgezeichnet.
Diese Studie zielt auf narratologische Analysen und poetologische Interpretationen von Metalepsen im höfischen Roman. Ausgehend von einer narratologisch fundierten, mediävistisch kontextualisierten und diachron applikablen Präzisierung des Metalepsen-Begriffs widmet sie sich in eingehenden Fallstudien Hartmanns von Aue ›Erec‹, Wolframs von Eschenbach ›Parzival‹ sowie Johanns von Würzburg ›Wildhelm von Österreich‹. Metalepsen, die als vorübergehende Simultaneisierungen von narration und histoire im Horizont nachzeitigen Erzählens gefasst werden, können etwa nicht nur die Fiktionalität, sondern je nach Kontext auch die Fidealität eines Werkes indizieren und reflektieren. Die Studie leistet nicht nur einen Beitrag zum Verständnis der höfischen Romanpoetik, sondern auch zum Großprojekt einer diachronen Narratologie.
Die Arbeit wurde im Jahr 2024 mit dem Preis für herausragende Promotion der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. ausgezeichnet.

Inhalt:
Vorwort
Einführung

1 Systematische Grundlagen aus Rhetorik, Narratologie und Pragmatik
1.1 Kurze Wort- und Phänomengeschichte der Metalepse in der Rhetorik: Vossius – Dumarsais – Fontanier – Genette
1.2 Die Metalepse als Baustein der Genette’schen Narratologie
1.3 Metalepsen und Sprechsituationen: Hempfer – Penzenstadler – Häsner
1.4 Häsners Modell im Kontext der jüngeren Metalepsenforschung: Fludernik – Ryan – Pier
1.5 Metaleptisches Figurenbewusstsein vor der Moderne?
1.6 Zwischenfazit: Weniger ist mehr

2 Historische Rahmung: Situation und Stimme, Historialität, Fiktionalität und Fidealität höfischen Erzählens
2.1 Situation und Stimme im höfischen Roman
2.2 »La métalepse réelle n’existe pas« – Fiktionalität und Fidealität als potenzielle frames metaleptischen Sprechens im höfischen Roman
2.3 Zwischenfazit: Begriffsklärungen, resümiert

3 Metalepsen im höfischen Roman
3.1 Metaleptische Funktionalisierungen von Gott, Zeit und Raum in Hartmanns ›Erec‹
3.2 Auktoriale Potenz als verworfene Alternative: Metalepsen in Wolframs ›Parzival‹
3.3 Metaleptische ›Verwilderung‹ im ›Wildhelm von Österreich‹

Zusammenschau und Ausblick

Siglen und Abkürzungen
Literaturverzeichnis

Autor:inneninformation:
Martin Sebastian Hammer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Germanistische Mediävistik an der TU Braunschweig.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-381-13221-8
EAN 9783381132218
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 260
Format gebunden
Ausgabename 1322-1
Auflagenname -11
Autor:in Martin Sebastian Hammer
Erscheinungsdatum 24.11.2025
Lieferzeit 2-4 Tage