Thomas Krefeld

Migrationslinguistik

Von der "Germania italiana" in die "Romania multipla"
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19,90 € inkl. Steuer
Einsprachig und ortsfest, d.h. in doppelter Hinsicht beschränkt ist der prototypische Sprecher, an dem sich die sprachwissenschaftliche Modellbildung stets orientiert hat. Der mobile Mehrsprachige ist dagegen weithin ein unbekanntes Wesen, das allenfalls als marginales Gegenbild wahrgenommen wird – als ob es sich um etwas Außergewöhnliches handeln würde: In Wahrheit sind mehrsprachige Migranten jedoch seit eh und je selbstverständliche Teilnehmer aller größeren Kommunikationsgemeinschaften. Es ist daher naheliegend, sie zum Mittelpunkt einer komplementären sprachwissenschaftlichen Modellierung zu erheben und die Einrichtung des kommunikativen Raums aus ihrer Perspektive zu rekonstruieren. Dazu ist es nötig, die Analyse- und Beschreibungsinstrumente der Varietätenforschung im Sinne einer Migrationslinguistik einzurichten. Dieser Versuch wird im vorliegenden Buch ausgehend von der bisher kaum untersuchten Germania italiana unternommen. Er wird im wesentlichen durch zwei Fragen geleitet:

- Wie bewältigen die Italiener die Anforderung, im deutschsprachig kontrollierten öffentlichen Raum eine zweisprachige Kompetenz aufzubauen und zumindest teilweise über den Generationswechsel hinaus zu erhalten?

- Welche sprachliche Dynamik wird dadurch im Italienischen und in seinem, von switchings und mixings durchsetzen Gebrauch freigesetzt?
Antworten gibt die Auswertung umfangreicher aktueller Materialien, die neben standardnahen Varietäten auch süditalienische Dialekte umfassen. Die zahlreichen und ausführlichen Korpusbelege sind nicht nur von größtem linguistischen, sondern auch von soziologisch-ethnographischem Interesse, da sie einen authentischen Einblick in die conditio linguistica migratoria geben.

Einsprachig und ortsfest, d.h. in doppelter Hinsicht beschränkt ist der prototypische Sprecher, an dem sich die sprachwissenschaftliche Modellbildung stets orientiert hat. Der mobile Mehrsprachige ist dagegen weithin ein unbekanntes Wesen, das allenfalls als marginales Gegenbild wahrgenommen wird – als ob es sich um etwas Außergewöhnliches handeln würde: In Wahrheit sind mehrsprachige Migranten jedoch seit eh und je selbstverständliche Teilnehmer aller größeren Kommunikationsgemeinschaften. Es ist daher naheliegend, sie zum Mittelpunkt einer komplementären sprachwissenschaftlichen Modellierung zu erheben und die Einrichtung des kommunikativen Raums aus ihrer Perspektive zu rekonstruieren. Dazu ist es nötig, die Analyse- und Beschreibungsinstrumente der Varietätenforschung im Sinne einer Migrationslinguistik einzurichten. Dieser Versuch wird im vorliegenden Buch ausgehend von der bisher kaum untersuchten Germania italiana unternommen. Er wird im wesentlichen durch zwei Fragen geleitet:

- Wie bewältigen die Italiener die Anforderung, im deutschsprachig kontrollierten öffentlichen Raum eine zweisprachige Kompetenz aufzubauen und zumindest teilweise über den Generationswechsel hinaus zu erhalten?

- Welche sprachliche Dynamik wird dadurch im Italienischen und in seinem, von switchings und mixings durchsetzen Gebrauch freigesetzt?
Antworten gibt die Auswertung umfangreicher aktueller Materialien, die neben standardnahen Varietäten auch süditalienische Dialekte umfassen. Die zahlreichen und ausführlichen Korpusbelege sind nicht nur von größtem linguistischen, sondern auch von soziologisch-ethnographischem Interesse, da sie einen authentischen Einblick in die conditio linguistica migratoria geben.

Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-6049-0
EAN 9783823360490
Seiten 173
Format kartoniert
Ausgabename 16049
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Thomas Krefeld
Erscheinungsdatum 31.03.2004 00:00:01
Lieferzeit 1-3 Tage
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