Ada Kadelbach

Paul Gerhardt im Blauen Engel

und andere Beiträge zur interdisziplinären Kirchenlied- und Gesangbuchforschung
Sofort lieferbar
68,00 € inkl. Steuer
Kirchenlied und Gesangbuch sind heute nicht mehr selbstverständliches Bildungsgut. Dennoch ist ihre Kenntnis für ein tieferes Kulturverständnis unverzichtbar. Wer z. B. ein Kirchenliedzitat von Paul Gerhardt bei Matthias Claudius, Heinrich und Thomas Mann oder bei Robert Gernhardt nicht erkennt, dem entgeht nicht nur dessen frommer oder humorvoller Sinn, sondern erst recht ein zuweilen ironischer oder gar frivoler Hintersinn.

In 27 Beiträgen entfaltet Ada Kadelbach ein breites thematisches Spektrum internationaler, interkonfessioneller und interdisziplinärer hymnologischer Forschung. Es reicht von der Gesangbuchvorrede als bisher kaum beachteter Primärquelle bis zur Rezeption von Kirchenliedern in Andachtsliteratur, Belletristik und Bildender Kunst. Exemplarische Studien befassen sich u. a. mit der Bedeutung des Singens für die Reformation, mit norddeutschen Territorialgesangbüchern und mit der Geschichte der Gesangbücher deutscher Auswanderer nach Amerika. In allen Beiträgen wird deutlich, wie sehr das Kirchenlied und das Gesangbuch Kultur- und Geistesgeschichte, Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte spiegeln und damit bleibende Zeugnisse der jeweiligen Zeitströmungen sind.
Hardcover
Kirchenlied und Gesangbuch sind heute nicht mehr selbstverständliches Bildungsgut. Dennoch ist ihre Kenntnis für ein tieferes Kulturverständnis unverzichtbar. Wer z. B. ein Kirchenliedzitat von Paul Gerhardt bei Matthias Claudius, Heinrich und Thomas Mann oder bei Robert Gernhardt nicht erkennt, dem entgeht nicht nur dessen frommer oder humorvoller Sinn, sondern erst recht ein zuweilen ironischer oder gar frivoler Hintersinn.

In 27 Beiträgen entfaltet Ada Kadelbach ein breites thematisches Spektrum internationaler, interkonfessioneller und interdisziplinärer hymnologischer Forschung. Es reicht von der Gesangbuchvorrede als bisher kaum beachteter Primärquelle bis zur Rezeption von Kirchenliedern in Andachtsliteratur, Belletristik und Bildender Kunst. Exemplarische Studien befassen sich u. a. mit der Bedeutung des Singens für die Reformation, mit norddeutschen Territorialgesangbüchern und mit der Geschichte der Gesangbücher deutscher Auswanderer nach Amerika. In allen Beiträgen wird deutlich, wie sehr das Kirchenlied und das Gesangbuch Kultur- und Geistesgeschichte, Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte spiegeln und damit bleibende Zeugnisse der jeweiligen Zeitströmungen sind.

Autoreninformation:
Dr. Ada Kadelbach war bis zu ihrem Ruhestand 2003 Leiterin des Amtes für Kultur der Hansestadt Lübeck. Sie ist Hymnologin, Musik- und Literaturwissenschatlerin und war von 1991-1999 Vizepräsidentin der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie (IAH). Seit vielen Jahren arbeitet sie in Gesangbuchgremien auf landeskirchlicher und EKD-Ebene mit.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-7720-8464-5
EAN 9783772084645
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 588
Format gebunden
Höhe 220
Breite 150
Ausgabename 38464
Verlag A. Francke Verlag
Autor Ada Kadelbach
Erscheinungsdatum 13.02.2017
Lieferzeit 1-3 Tage

„Aufsätze zu M. Claudius und C. Ph. E. Bach, zur Poetologie bei Ph. Nicolai, zu Aspekten der Gesangbuchgeschichte u. v. m. machen den Band zu einer überreichen Fundgrube und verlässlichen Informationsquelle.“

Theologische Rundschau 84,1 (2019) / 12.09.16

„"Ertrag eines Hymnologenlebens" oder: "Hymnologie in Beispielen." So hätte ein Untertitel des Bandes mit 27 Aufsätzen aus 50 Jahren lauten können. Seit ihrer musikwissenschaftlichen Staatsexamensarbeit über das deutsch-amerikanische evangelische Kirchenlied hat Ada Kadelbach hymnologisch gearbeitet. Nicht einseitig, sondern in aller Breite: Zeiten, Regionen, Gattungen, Rezeptionen, Personen, Methoden hat sie interdisziplinär erforscht. Und immer fundiert, breit gebildet, lesenswert, manchmal amüsant dargestellt. Eine Bereicherung für jede hymnologische Bibliothek.“

Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie 56 (2017) / 07.03.17

„Kompetenz und enorme Kenntnis bereichern andere Fachgebiete, machen verständlich, warum Gerhardts Lieder nicht nur das kirchliche Singen bereicherten. Sie sind vielmehr ein besonderer Bestandteil des kulturellen Erbes. So ist das Buch, wenn in etlichen Teilen zunächst für Hymnologen gedacht, doch von großer Allgemeingültigkeit.“

unser lübeck (2017) / 13.03.17

„Zu den besonderen Vorzügen des Buches zählen auch die zahlreichen Abbildungen in guter Qualität, die den Ausführungen des Textes entsprechende Anschauung verleihen. Der Rezensent denkt gern und dankbar an die schöne Zusammenarbeit mit der Vf.in bei der Ausstellung „GLAUBEN. Nordelbiens Schätze“ im Jahr 2000 (vgl. die Bibliographie Nr. 44) und freut sich nun mit allen potentiellen Leserinnen und Lesern über ein wissenschaftlich gewichtiges und dabei darstellerisch leichtes und vergnügliches Buch.“

LUTHER 3 (2020) / 02.03.17

„„Paul Gerhard im Blauen Engel“ ist Lesevergnügen in Reinkultur. Es ist ein unterhaltsames, überaus lehrreiches Buch, das dazu einlädt, sich selbst auf Entdeckungsreise zu begeben und den Spuren zu folgen, die die Lieder, die von unserem Glauben singen, in unserer Kultur hinterlassen haben. Für Theologen und Musiker sollte es Pflichtlektüre sein, allen anderen sei es warm ans Herz gelegt. Es ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.“

www.die-tagespost.de 12. Mai 2017 / 15.05.17