Lena Schönwälder

Schockästhetik: Von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq

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Die vorliegende Studie erforscht am Beispiel skandalöser Texte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts systematisch literarische Schreibweisen, die beim Rezipienten einen Schockeffekt produzieren. Die untersuchten Werke (der Autoren G. Flaubert, O. Mirbeau, Sade und P. P. Pasolini, A. Nove und N. Ammaniti sowie Michel Houellebecq) werden nicht allein in Hinblick auf ihre formale Beschaffenheit befragt, sondern auch auf etwaige ethische Implikationen. Wirkungsmechanismen literarischer Provokation werden damit aufgezeigt und die Funktion einer Schockästhetik im gesellschaftlichen Diskurs offengelegt.
Ziel der der vorliegenden Studie ist es, anhand paradigmatischer Texte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts (der Autoren G. Flaubert, O. Mirbeau, Sade und P. P. Pasolini, A. Nove und N. Ammaniti sowie Michel Houellebecq) systematisch Schreibweisen zu erforschen, die im Leser einen Schockeffekt produzieren. Der Analyse wird K. H. Bohrers Konzept des Bösen als ästhetische Kategorie zugrunde gelegt, um dieses mit der Theorie des Erhabenen engzuführen und als ‚obszön‘ qualifizierte Texteffekte als wahrnehmungsspezifische Grenzphänomene beschreibbar zu machen. Die Texte werden nicht allein in Hinblick auf ihre formalästhetische Beschaffenheit befragt, sondern auch auf etwaige ethische Implikationen, die fernab eines ästhetischen Konzeptes des Bösen transportiert werden. Unter Berücksichtigung der narrativen Ethik sowie der Skandaltheorie wird nach den literarischen Mitteln gefragt, die eine ethische Erfahrung incentivieren können. Die untersuchten Werke werden in Hinblick auf strukturelle Gemeinsamkeiten und Differenzen untersucht. Gleichzeitig wird unter Berücksichtigung des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhangs jedoch herausge¬arbeitet, inwiefern literarische Provokation einem Funktionswandel unterliegt.

Autoreninformation:
Lena Schönwälder hat an der Philipps-Universität Marburg und der Université Nancy II Romanistik und Anglistik studiert. Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt. 2016 hat sie sich mit ihrer Dissertation „Böses schreiben – böses Schreiben: Schockästhetik von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq“ promoviert.
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Ausgabenart eBook (ePDF + ePub)
ISBN 978-3-8233-9229-3
EAN 9783823392293
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 315
Format eBook PDF
Ausgabename 18229-2
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Lena Schönwälder
Erscheinungsdatum 16.07.2018