Dagmar Fenner

Selbstoptimierung und Enhancement

Ein ethischer Grundriss
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Selbstoptimierung und Enhancement werden in der Öffentlichkeit breit und kontrovers diskutiert. Diese philosophische Einführung erläutert zunächst die für die Debatte zentralen Bezugsgrößen Glück, Gerechtigkeit, Freiheit, Würde und Natur. Im Anschluss arbeitet sie in einer klaren Sprache die verschiedenen Problemebenen heraus und systematisiert und prüft die wichtigsten Positionen und Argumente.
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Selbstoptimierung ist der in der Gegenwart derzeit am meisten diskutierte gesellschaftliche Trend. Diese ethische Einführung konzentriert sich auf die Selbstoptimierung im engen Sinn oder das „Enhancement“, d.h. auf technikbasierte, vorwiegend biomedizinische Methoden zur menschlichen Selbstverbesserung im Unterschied zu traditionellen Methoden wie Bildung, Erziehung oder Training. Sie erläutert zunächst die grundlegenden, aber in der Debatte meist nicht genauer beachteten Konzepte „Glück“, „Gerechtigkeit“, „Freiheit“ und „Natur“. Im Anschluss gibt sie einen Überblick über die unterschiedlichen Formen des Enhancements („Körper-Enhancement“, „Neuro-Enhancement“, „genetisches Enhancement“), arbeitet in einer klaren Sprache die verschiedenen Problemebenen heraus und systematisiert und prüft die wichtigsten Positionen und Argumente. Ziel ist es, durch eine kritische Prüfung der Argumente für und gegen einzelne Optimierungsmaßnahmen zur Versachlichung und Rationalisierung der öffentlichen Diskussion beizutragen.

Inhalt:
1 Einleitung
1.1 Begriffsklärungen: „Selbstoptimierung“, „Selbst“ und „Enhancement“
1.2 Kulturelle Voraussetzungen und Ambivalenz des Selbstoptimierungstrends
1.3 Wunscherfüllende Medizin und die Abgrenzung von Therapie und Enhancement
1.4 Wichtige Unterscheidungen und Positionen von Biokonservativen bis Transhumanisten

2 Normative Bezugsgrößen
2.1 Glück und gutes Leben als individualethischer Orientierungsmaßstab
2.2 Gerechtigkeit als sozialethischer Orientierungsmaßstab
2.3 Freiheit und Würde
2.4 Normalität und Natur

3 Körper-Enhancement
3.1 Schönheitsoperationen
3.2 Unsterblichkeit, Anti-Aging und Lebensverlängerung
3.3 Digitale Selbstvermessung, Self-Tracking und Quantified Self
3.4 Doping im Sport

4 Neuro-Enhancement
4.1 Emotionales Enhancement
4.2 Kognitives Enhancement
4.3 Moralisches Enhancement
4.4 Kritik am Neuro-Enhancement allgemein

5 Genetisches Enhancement

6 Schluss


Autoreninformation:
Prof. Dr. Dagmar Fenner ist Titularprofessorin für Philosophie am Departement Künste, Medien, Philosophie der Universität Basel mit Schwerpunkt Ethik und Autorin zahlreicher philosophischer Bücher (www.ethik-fenner.de). Bei utb sind von ihr bereits die Bände "Ethik" (2008) und "Einführung in die Angewandte Ethik" (2010) erschienen.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8252-5127-7
EAN 9783825251277
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 358
Format kartoniert
Ausgabename 45127-1
Verlag UTB
Autor Dagmar Fenner
Erscheinungsdatum 11.06.2019
Lieferzeit 1-3 Tage

„Dagmar Fenner ist ein ausgezeichneter ethischer Grundriss zur Selbstoptimierung gelungen. Sie bleibt immer gut verständlich, ohne dass die Darstellung seicht wird. [...] Sie führt geschickt sonst in der Literatur verstreute Argumentationsfiguren zusammen und lässt sie aufeinanderprallen, wobei sie immer wieder fachmännisch im Hintergrund moderiert und selbst nicht zu aufdringlich in Erscheinung tritt.“

philosophisch-ethische-rezensionen.de / 22.04.20

„Wer sich fachwissenschaftlich fundiert, umfassend und zugleich didaktisch fokussiert über zentrale Positionen und Argumentationen der interdisziplinären Enhancement-Debatte informieren möchte, dem sei Dagmar Fenners Buch [...] unbedingt zur Anschaffung empfohlen.“

lehrerbibliothek.de / 02.08.19

„So erweist sich Dagmar Fenners Buch insgesamt als Plädoyer für die einzige Form des Enhancements, die unstrittig ist, als ein Plädoyer für das Nachdenken.“

welt.de / 18.09.19

„Die Autorin führt jeweils Pro-Argumente für die entsprechende Technik auf, dann die Contra-Argumente und kommt schließlich zu einem Fazit aus verschiedenen Hinsichten (etwa individualethischer, sozial-ethischer und medizinethischer). Dabei ist die Autorin nicht moralisierend, vielmehr wägt sie sorgfältig ab und gibt durch das ganze Buch hindurch ständig Rückverweise auf die entsprechende Literatur. Eine umfangreiche Bibliographie, Sach- und Personenregister runden das Werk, das einen seriösen sachlichen Einblick in den Argumentationsstand bietet, ab.“

Information Philosophe, 1/2021 / 21.04.21