Fritz Nies

Sozialgeschichte - interkulturell: Übersetzen ins Französische

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Das gehäufte Zusammentreffen von Kulturen hat den Forschungsraum verändert. Der Austausch rückt ins Zentrum. Bekannt sind Bezüge zwischen sozialem Ort, Weltbild und Lebenspraxis. Hier sollen sie indes nicht in einem homogenen Raum, sondern im interkulturellen Wechselspiel aufgezeigt werden. Eine zentrale Mittlerrolle und die Zielsprache Französisch dienen als Beispiele. Sie zeigen den Nutzen einer Sozialgeschichte des Übersetzens für das Verstehen interkultureller Vorgänge. Dominant gesetzt werden diverse soziale Merkmale. Dabei kommen unvermutete Übersetzertypen ins Blickfeld. Jedem Typus entsprechen Verhaltensmuster: im Hinblick auf Theorie und Praxis der Vermittlung, Wahl von Sprachen und Werken, Vorlieben für Themenfelder oder Genres, Aktualität der Vorlagen, Übertragungstreue.
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Das gehäufte Zusammentreffen von Kulturen (via ökonomische Globalisierung, neue Verkehrs- und Kommunikationsmittel) hat die Forschungslandschaft verändert. Kultureller Austausch rückt ins Zentrum. Doch Analysen sind meist auf die Jetztzeit fixiert. Das reizt dazu, solche Prozesse als Globalisierungsfolgen zu sehen. Bezüge zwischen sozialem Ort, Weltbild und Lebenspraxis sind bekannt. Hier sollen sie indes nicht in einem homogen gedachten Kulturraum, sondern im interkulturellen Wechselspiel freigelegt werden. Als Beispiel dienen eine herausragende Mittlerrolle und die Zielsprache Französisch. Sie lassen erkennen, wie hilfreich eine Sozialgeschichte des Übersetzens für das Verstehen interkultureller Vorgänge wäre. Nacheinander werden diverse Merkmale dominant gesetzt: Ort im Ständestaat, Konfession, Bildungsgang, Berufspraxis, Projektgemeinschaft, Geschlecht, Mobilität. Dabei rücken auch unerwartete Übersetzertypen ins Blickfeld, ihre Einbindung in oder Lösung aus Bedingtheiten, ihre Kurz- oder Langlebigkeit. Jedem Typus entsprechen Verhaltensmuster: im Hinblick auf Theorie und Praxis der Vermittlung, ideologische Hintergründe, Wahl von Ausgangssprachen und Werken, Vorlieben für Themenfelder oder Genres, Aktualität der Vorlagen, Übertragungstreue.
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ISBN 978-3-8233-8090-0
EAN 9783823380900
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 117
Format kartoniert
Ausgabename 18090
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Fritz Nies
Erscheinungsdatum 24.10.2016
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„[S]tatt mit nationalphilologisch verengtem Blick schaut er mit interkulturell weit gestelltem Fokus auf die textuellen Transferprozesse, die vom Mittelalter bis zum beginnenden 19. Jahrhundert die französische Kultur mit bestimmt haben. “

Lendemains 42, 168 (2017) / 26.04.17

„Der Band des Düsseldorfer Romanisten Fritz Nies über Übersetzen ins Französische ist in mehrfacher Hinsicht originell und zugleich in fruchtbarer Weise provozierend.“

Dokumente Documents 3 (2017) / 10.01.18