Gerhard Kaiser

Spätlese

Beiträge zur Theologie, Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte
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Die thematisch breit gefächerten Beiträge reichen von interdisziplinären essayistischen Überblicken zu minutiösen Einzelinterpretationen literarischer Werke. In Frage stehen etwa: Literarische Strukturen in der Bibel und ihre theologische Aussage; die Umformung biblischer und theologischer Elemente in säkularer Literatur; Geschlechtersymbolik in der Literatur; der Streit der "zwei Kulturen" im Erzählprozess; das Geschichtsverhältnis "autonomer" Kunst; Eigenart und Sinn der Geisteswissenschaften. Im Bewusstsein der Voraussetzungshaftigkeit geisteswissenschaftlicher Erkenntnis bezieht Kaiser methodisch selbstreflexiv und kritisch sein eigenes Christentum in sein Denken ein. Die seit 1990 entstandenen, z.T. unveröffentlichten Arbeiten bilden die Summe eines langen, auf deutliche Positionsbestimmungen angelegten Gelehrtenlebens. Ein nachträglicher gewichtiger Beitrag zum Jahr der Geisteswissenschaften.
Die thematisch breit gefächerten Beiträge reichen von interdisziplinären essayistischen Überblicken zu minutiösen Einzelinterpretationen literarischer Werke. Leitfragen sind: Literarische Strukturen in der Bibel und ihre theologische Aussage, die Umformung biblischer und theologischer Elemente in säkularer Literatur und deren Rückwirkung auf den dichterischen Text, Eigenart und Sinn der Geisteswissenschaften. Durchgehend wird die Dialektik der Kulturbewegung und die Rolle von Wissenschaft, Kunst und Literatur in ihr anvisiert. In den Blick kommt etwa die Artikulation des Gewissens in Bibel und antiker Tragödie, literarische Geschlechterphilosophie in der Literatur, der Streit der "zwei Kulturen" (Charles Percy Snow) im Erzählprozess, die moralische Katastrophe der Wissenschaft in der Gaskriegführung des Ersten Weltkriegs oder die verschlungene Geschichte des Freiburger Universitätsmottos, eines Christusworts am weltlichen Wissenschaftstempel. Selbstreflexiv bedenkt Kaiser sein eigenes Christentum als spezifische Ausprägung der grundsätzlichen Voraussetzungshaftigkeit hermeneutischer Erkenntnis. Auch der glaubt etwas, der nichts glaubt. Das nicht zur Kenntnis zu nehmen, erzeugt nicht Objektivität, sondern wissenschaftliche Betriebsblindheit. Obwohl alle Arbeiten nach 1990 entstanden sind, bilden sie die Summe eines langen, auf deutliche Positionsbestimmungen angelegten Gelehrtenlebens. Ein nachträglicher Beitrag zum Jahr der Geisteswissenschaften.
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Ausgabenart eBook (ePDF)
ISBN 978-3-7720-5276-7
EAN 9783772052767
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 501
Format eBook PDF
Ausgabename 38276-2
Verlag A. Francke Verlag
Herausgeber Gerhard Kaiser
Erscheinungsdatum 17.09.2008