Wolfram Nitsch

Sprache und Gewalt bei Claude Simon

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Die Arbeit unternimmt es, Claude Simons mit dem Nobelpreis gekröntes und deitdem vieldiskutiertes Romanwerk auf literatursemiotischer Grundlage innerhalb der französischen Moderne neu zu situieren. Am Beispiel seines zyklisch verklammerten Oeuvres der sechziger Jahre legt sie dar, wie Simons Romane zwar durchweg den dekonstruktiven und selbstreflexiven Gestus des nouveau roman übernehmen, gleichzeitig jedoch höchst suggestive Gewaltszenen entwerfen, die in der Tradition weniger der Avantgarde als der Surrealisten stehen. Einer von Simon auch explizit formulierten Poetik der Suche, die sich aus einer differenzbewußten Semiotik (Derrida) speist und das Schreiben als unabschließbaren Gang durch ein Labyrinth aufeinander verweisender Zeichen begreift, antwortet dabei eine implizite, vornehmlich in Allegorien skizzierte Poetik des Opfers, die auf eine gewaltbewußte Anthropologie (Bataille, Leiris) verweist und das das Schreiben demgegenüber als souveränen, die Sakrifizien von Sexualität und Tod zugleich aufrufenden und überbietenden Akt der Verausgabung bestimmt.
Vier in sich geschlossene und daher auch unabhängig voneinander lesbare Einzelinterpretation zeigen, wie ein solches Zusammenspiel von differentiellem Aufschub und sakrifizieller Verausgabung verschiedene strukturelle und stilistische Eigenheiten der untersuchten Romane gleichermaßen prägt. Da jede Interpretation aus der detaillierten Analyse eines repräsentativen Textauszuges erwächst, bietet sich die Arbeit zugleich als textnahe Einführung in die Simon-Lektüre an.
Die Arbeit unternimmt es, Claude Simons mit dem Nobelpreis gekröntes und deitdem vieldiskutiertes Romanwerk auf literatursemiotischer Grundlage innerhalb der französischen Moderne neu zu situieren. Am Beispiel seines zyklisch verklammerten Oeuvres der sechziger Jahre legt sie dar, wie Simons Romane zwar durchweg den dekonstruktiven und selbstreflexiven Gestus des nouveau roman übernehmen, gleichzeitig jedoch höchst suggestive Gewaltszenen entwerfen, die in der Tradition weniger der Avantgarde als der Surrealisten stehen. Einer von Simon auch explizit formulierten Poetik der Suche, die sich aus einer differenzbewußten Semiotik (Derrida) speist und das Schreiben als unabschließbaren Gang durch ein Labyrinth aufeinander verweisender Zeichen begreift, antwortet dabei eine implizite, vornehmlich in Allegorien skizzierte Poetik des Opfers, die auf eine gewaltbewußte Anthropologie (Bataille, Leiris) verweist und das das Schreiben demgegenüber als souveränen, die Sakrifizien von Sexualität und Tod zugleich aufrufenden und überbietenden Akt der Verausgabung bestimmt.
Vier in sich geschlossene und daher auch unabhängig voneinander lesbare Einzelinterpretation zeigen, wie ein solches Zusammenspiel von differentiellem Aufschub und sakrifizieller Verausgabung verschiedene strukturelle und stilistische Eigenheiten der untersuchten Romane gleichermaßen prägt. Da jede Interpretation aus der detaillierten Analyse eines repräsentativen Textauszuges erwächst, bietet sich die Arbeit zugleich als textnahe Einführung in die Simon-Lektüre an.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-4306-6
EAN 9783823343066
Seiten 276
Format kartoniert
Ausgabename 14306
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Wolfram Nitsch
Erscheinungsdatum 22.10.1992 00:00:01
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