Walter Hutter

Stützpfeiler der Gewaltherrschaft in der Provinz

Die acht Kreisleiter von Überlingen 1930-1945
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Als territoriale Statthalter Hitlers waren die NS-Kreisleiter auf der mittleren Führungsebene zwischen Gauleitern und Ortsgruppenleitern mit weitreichenden Eingriffsrechten ausgestattet, sodass sie über die Möglichkeit verfügten, ein totalitäres Regime auf Bezirksebene zu entfalten. Ob und wie sie davon im Altkreis Überlingen Gebrauch machten, ist Gegenstand des vorliegenden Buches. Anhand von acht Kreisleiter-Biographien zeigt Walter Hutter, wie NS-Kreisleitung, NS-Ortsgruppen und städtische Verwaltung in den Jahren 1930 bis 1945 zusammenwirkten. Neben den Herrschaftspraktiken der Kreisleiter rücken auch ihre Sozialisierung und Radikalisierung sowie ihre Tätigkeiten nach dem Zusammenbruch des Regimes in den Fokus. Insgesamt zeichnet sich das Bild vom unnachgiebigen »kleinen Diktator« ab, das nur selten Risse bekommt, beispielsweise wenn ein Kreisleiter potentielle Opfer vor der NS-Gewalt schützte. Damit leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus in der Stadt und im Bodenseekreis.
Hardcover
Als territoriale Statthalter Hitlers waren die NS-Kreisleiter auf der mittleren Führungsebene zwischen Gauleitern und Ortsgruppenleitern mit weitreichenden Eingriffsrechten ausgestattet, sodass sie über die Möglichkeit verfügten, ein totalitäres Regime auf Bezirksebene zu entfalten. Ob und wie sie davon im Altkreis Überlingen Gebrauch machten, ist Gegenstand des vorliegenden Buches. Anhand von acht Kreisleiter-Biographien zeigt Walter Hutter, wie NS-Kreisleitung, NS-Ortsgruppen und städtische Verwaltung in den Jahren 1930 bis 1945 zusammenwirkten. Neben den Herrschaftspraktiken der Kreisleiter rücken auch ihre Sozialisierung und Radikalisierung sowie ihre Tätigkeiten nach dem Zusammenbruch des Regimes in den Fokus. Insgesamt zeichnet sich das Bild vom unnachgiebigen »kleinen Diktator« ab, das nur selten Risse bekommt, beispielsweise wenn ein Kreisleiter potentielle Opfer vor der NS-Gewalt schützte. Damit leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus in der Stadt und im Bodenseekreis.

Inhalt:
Die NS-Kreisleiter in Baden – Aufgaben und Funktionen

Ein ehrgeiziger, aufwärts strebender und überzeugter Nationalsozialist
Gustav Robert Oexle – Kreisleiter in Überlingen vom 30. September 1930 bis 6. März 1934

Ein junger, hartnäckiger Aktivist und Heißsporn
Alfons Hafen – Stellvertretender und kommissarischer Kreisleiter
(6. März 1934 bis 6. April 1936)

Vom strammen Antidemokraten in der Weimarer Republik zum überzeugten Nationalsozialisten
Richard Burk – Kreisleiter in Überlingen von April bis Dezember 1936

Ein Nationalsozialist der „alten Garde“
Wilhelm Mensch – Kreisleiter in Überlingen vom 1. Januar 1937 bis 16. November 1940

„Ein allseits gefürchteter Mann“
Kreisleiter Ernst Bäckert – Kommissarischer Kreisleiter in Überlingen vom 1.2.1940 bis 1.6.1942, Kreisleiter vom 1.6.1942 bis 13.1.1945

Kreisleiter für 14 Tage
Karl Hans Schmidtborn (30.1.1945 bis 14.2.1945)

„Ein überzeugter Nazi, der sich über alles
hinweggesetzt hat“
Arnold Haller – Kreisleiter von Überlingen für etwa vier Wochen (1. März bis Ende März 1945)

„Ausrottung der Kommunisten bis zum letzten Mann“
Dr. Hermann Schmidt – letzter Kreisleiter von Überlingen (18. bis 29. April 1945)

Fazit



Autoreninformation:
Walter Hutter, Studiendirektor a.D., unterrichtete Geschichte und Englisch an den Gymnasien Saulgau, Leutkirch und Markdorf. Er veröffentlichte mehrere Publikationen zur Lokal- und Regionalgeschichte und betreut seit 2014 das Stadtarchiv Markdorf.

Mehr Informationen
ISBN 978-3-86764-863-9
EAN 9783867648639
Seiten 344
Format gebunden
Ausgabename 52863
Verlag UVK Verlag
Autor Walter Hutter
Erscheinungsdatum 16.12.2019
Lieferzeit 1-3 Tage
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