Winifred V. Davies, Annelies Häcki Buhofer, Regula Schmidlin, Melanie Wagner, Eva Lia Wyss

Standardsprache zwischen Norm und Praxis

Theoretische Betrachtungen, empirische Studien und sprachdidaktische Ausblicke
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Im deutschen Sprachraum finden sich unterschiedliche Konstellationen von Standardvarietäten, Umgangssprachen und Mundarten, die Sprachgebrauch, Sprachwertungen und Spracheinstellungen prägen. Wie kann diese Variation adäquat beschrieben werden? Alternativ zum monozentrischen Konzept einer einzigen überdachenden Standardsprache arbeitet man in der Variationslinguistik gegenwärtig mit plurizentrischen und pluriarealen Konzepten.
Dieser Band bietet eine Weiterentwicklung der Begrifflichkeit und neueste Ergebnisse aus Forschungsprojekten zur Standardsprache in Österreich, Deutschland, Luxemburg, Südtirol und der Deutschschweiz, interdisziplinäre Perspektiven sowie didaktische Ausblicke.
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Im deutschen Sprachraum finden sich unterschiedliche Konstellationen von Standardvarietäten, Umgangssprachen und Mundarten, die Sprachgebrauch, Sprachwertungen und Spracheinstellungen prägen.
Seit den 1980er Jahren intensivierte sich die Erforschung der spezifischen Situationen in den Regionen, so dass Fragen nach den Formen der deutschen Standardsprache(n), nach ihren Funktionen und den standardsprachlichen Praktiken und Gattungen in Alltag, Medien und Schule diskutiert wurden.
Wie wird diese Variation aber adäquat beschrieben? Alternativ zum monozentrischen Konzept einer einzigen überdachenden Standardsprache arbeitet man in der Variationslinguistik gegenwärtig mit plurizentrischen und pluriarealen Konzepten.

Dieser Band bietet eine Weiterentwicklung der Begrifflichkeit und neueste Ergebnisse aus Forschungsprojekten zur Standardsprache in Österreich, Deutschland, Luxemburg, Südtirol und der Deutschschweiz, interdisziplinäre Perspektiven sowie didaktische Ausblicke.



Inhalt:
Wini Davies/Annelies Häcki Buhofer/Regula Schmidlin/Melanie Wagner/Eva L. Wyss: Einleitung

Theoretische Betrachtungen
Martin Durrell: Die Rolle der deutschen Sprache in ideologischen Konstrukten der Nation
Konstantin Niehaus: Die Begrenztheit plurizentrischer Grenzen: Grammatische Variation in der pluriarealen Sprache Deutsch
Regula Schmidlin: Varianten des Standarddeutschen als sprachliche Zweifelsfälle
Robert Möller: Deutsch in Ostbelgien – ostbelgisches Deutsch?

Empirische Studien
Winifred V. Davies: Gymnasiallehrkräfte in Nordrhein-Westfalen als SprachnormvermittlerInnen und Sprachnormautoritäten
Eva L. Wyss: Ein schielender Blick auf die eigene Sprache. Schweizer Hochdeutsch als Standardvarietät zwischen plurizentrischer Vernunft und soziolinguistischer Realität.
Melanie Wagner: Deutsch im gymnasialen Unterricht: Das Beispiel Luxemburg
Rudolf de Cillia/Ilona E. Fink/Jutta Ransmayr: Varietäten des Deutschen an österreichischen Schulen. Ergebnisse des Forschungsprojekts „Österreichisches Deutsch als Unterrichts- und Bildungssprache“

Interdisziplinäre Perspektiven
Aivars Glaznieks/Andrea Abel: „So einen Fehler wird einem das ganze Leben lang verfolgen.“ Empirische Untersuchung grammatischer Kompetenzen am Ende der Oberschule.
Karin Gehrer/Maren Oepke/Franz Eberle: Der EVAMAR II-Deutschtest für GymnasiastInnen – Was kann er uns für die Plurizentrik-Debatte aussagen?
Stefan Neuhaus: Wertung mit Grenzen. Das Zusammenspiel von literarischem Kanon und Geographie im deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus)

Sprachdidaktische Konkretisierungen
Klaus Peter: Sprachwissen als Schlüsselfaktor beim Umgang mit sprachlicher Variation im Deutschunterricht
Adriana Gatta: Untersuchung über das Korrekturverhalten von Lehrpersonen auf der Sekundarstufe II in Bezug auf nationale Varianten der Schweiz
Chiara Scanavino: Die Teutonismen in der Lernerlexikographie des 21. Jahrhunderts
Mehr Informationen
ISBN 978-3-7720-8623-6
EAN 9783772086236
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 422
Format kartoniert
Ausgabename 38623-1
Verlag A. Francke Verlag
Herausgeber Winifred V. Davies, Annelies Häcki Buhofer, Regula Schmidlin, Melanie Wagner, Eva Lia Wyss
Erscheinungsdatum 13.11.2017