Kirsten Adamzik, Mikaela Petkova-Kessanlis

Stilwechsel und ihre Funktionen in Textsorten der Fach- und Wissenschaftskommunikation

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Der Band widmet sich der Funktionenvielfalt von Stilwechseln in Textsorten und Kommunikationsformen der schriftlichen Fach- bzw. Wissenschaftskommunikation zwischen Experten, zwischen Experten und Semiexperten sowie zwischen Experten und Laien. In ihren korpusbasierten Untersuchungen beleuchten die Autorinnen und Autoren das Thema von verschiedenen Seiten: Stilwechsel wird aufgefasst als stilistischer Sinntyp, als Normverletzung oder als Ergebnis von Medienwechsel. Behandelt werden Textsorten und öffentliche Kommunikationsformen aus unterschiedlichen fachlichen Kommunikationsbereichen, in erster Linie in synchroner Sicht. Die Vielfalt der Untersuchungsansätze führt zu einem Erkenntnisgewinn, der weit über die Beschreibung einzelner Textsorten der Fach- und Wissenschaftskommunikation hinausreicht und Schlussfolgerungen über wissenschaftliche Handlungsfelder, wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung und Denkstile erlaubt.
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Der Band widmet sich der Funktionenvielfalt von Stilwechseln in Textsorten und öffentlichen Kommunikationsformen der schriftlichen Fach- bzw. Wissenschaftskommunikation zwischen Experten, zwischen Experten und Semiexperten sowie zwischen Experten und Laien. Die Autoren und Autorinnen fassen Stilwechsel und ihre Wirkungen unterschiedlich auf: Stilwechsel werden als stilistische Sinntypen (Selbstdarstellung, Beziehungsgestaltung), als Fälle textmusterbezogener oder individueller Varianz, als Ergebnis von Medienwechsel oder als Normverletzung angesehen. Der Zugang zu den Wechseln der stilistischen Textgestaltung innerhalb von Texten erfolgt dementsprechend unterschiedlich, so dass Stilwechsel über stilistische Handlungen, über stilistische Handlungsmuster, über Stilzüge, über Merkmale der Sachverhaltsdarstellung, ja gar über Äußerungstypen erfasst und beschrieben werden. Diese Vielfalt der Untersuchungsansätze führt zu einem Erkenntnisgewinn, der weit über die Beschreibung einzelner Textsorten der Fach- und Wissenschaftskommunikation hinausreicht und Schlussfolgerungen über wissenschaftliche Handlungsfelder, wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung und Denkstile erlaubt.

Inhalt:
Zur Einleitung in den Band

Andrea Bachmann-Stein / Stephan Stein
Stilistische Unterschiede und Stilwechsel in der Grammatikschreibung. Ein exemplarischer Vergleich von wissenschaftlicher Grammatik, Grammatik-Lehrbüchern für das Studium und Grammatikhilfen für die Schule und den Alltag

Ines-A. Busch-Lauer
Stilwechsel von der Erkenntnis zur Wissenschafts-PR. Wie man über die Smarte Welt und Virtuelle Realität kommuniziert

Ulla Fix
Der Wandel von Denk- und Sprachstilen in der Sprachwissenschaft. Zur Textsorte ‚wissenschaftlicher Aufsatz‘ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Patricia A. Gwozdz
Feld und Stil. Textsoziologische Anmerkungen zum Stilwechsel im Subfeld erweiterter akademischer Wissensproduktion der Populär/Wissenschaft am Beispiel der Life Sciences

Matthias Meiler
Die Präsenz der Person und die Unpersönlichkeit des Wissens. Wissenschaftskommunikation in diskursiven Kommunikationsformen

Mikaela Petkova-Kessanlis
Unterhaltsames INFORMIEREN in sprachwissenschaftlichen Einführungen.

Annely Rothkegel
Wissenschaftskommunikation ohne und mit Stil: die Internetplattform der Wissenschaftsjahre

Christiane Thim-Mabrey / Maria Thurmair
„Da haben wir ihn, den Schachtelsatz!“. Zur Überprüfbarkeit normativer Einstellungen zum wissenschaftssprachlichen Stil

Thomas Tinnefeld
Stilwechsel an der Schnittstelle von sachbezogener zu emotionaler alltäglicher Fachkommunikation – am Beispiel der Online-Textsorte Forumsbeitrag

Elisabeth Venohr
Grenzüberschreitende Mehrsprachigkeit im Wissenschaftsdiskurs. Interkulturelle Schreibpraxen und Stilwechsel am Beispiel von Lernertexten französischer Studierender im Deutschen als fremder Wissenschaftssprache (Universität der Großregion/UniGR)

Sabine Ylönen
Stilwandel wissenschaftlichen Schreibens am Beispiel der Entwicklung von Zitationskonventionen in medizinischen Originalarbeiten

Nachwort
Die Autorinnen und Autoren
Abstracts

Autoreninformation:
Prof. em. Dr. Kirsten Adamzik war Inhaberin des Lehrstuhls für Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Genf.
Dr. Mikaela Petkova-Kessanlis ist wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Germanistik und Skandinavistk an der St.-Kliment-Ochridski-Universität Sofia und lehrt im Bereich der Neuere deutschen Sprachwissenschaft.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-8223-2
EAN 9783823382232
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 408
Format kartoniert
Ausgabename 18223-1
Verlag Gunter Narr Verlag
Herausgeber Kirsten Adamzik, Mikaela Petkova-Kessanlis
Erscheinungsdatum 09.11.2020
Lieferzeit 1-3 Tage

„Insgesamt schließt der Sammelband in produktiver Weise an bestehende Forschungsfelder der Fachsprachen- und Wissenschaftskommunikationsforschung sowie der Textlinguistik und Textstilistik an. [...] Dies schmälert den Wert des Bandes aber nicht, der durch seinen hohen Grad an Interdisziplinarität sowie seine theoretische, methodische und forschungsobjekt-bezogene Vielfalt überzeugt. Insbesondere das Verhältnis bzw. die Interdependenz von medium und message wird vielgestaltig expliziert bzw. reflektiert und stellt auch die Mediumssensibilität textlinguistischen Arbeitens umfassend unter Beweis. Sowohl TextlinguistInnen, FachsprachenforscherInnen als auch MedienlinguistInnen seien daher zur Lektüre des Bandes aufgerufen, der die produktive Öffnung linguistischer Subdisziplinen (in diesem Fall vornehmlich der Textlinguistik und Textstilistik) aufzeigt.“

Journal für Medienlinguistik / 20.11.20