Henrik Vollbracht

Sympathielenkung in der griechischen Tragödie

Performativität und Sprachgestaltung in Aischylos' Agamemnon
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Aus der Verknüpfung der Sprechakttheorie und der Theorie der Sympathielenkung erwächst ein pragmalinguistischer Ansatz zur Untersuchung sympathielenkender Mittel im antiken Drama, dessen Potential in einem Close Reading der Agamemnon-Tragödie des Dichters Aischylos verdeutlicht wird. Die gleichbleibenden Untersuchungskriterien führen dabei nicht nur zu neuen Ergebnissen in Bezug auf Sprachgestaltung, Redestrategien und Handlungsmotivation der beiden Hauptfiguren, sondern lassen sich auch sinnvolle Ergänzung für die Analyse der performativen Sprache des antiken Dramas insgesamt nutzen.
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Im Mittelpunkt dieser Untersuchung zur Agamemnon-Tragödie des Aischylos steht die Frage, welche Strategien vom Dichter eingesetzt werden, um Sympathie oder Antipathie gegenüber einer Dramenfigur zu erzeugen, und wie sich die Sympathielenkung nach möglichst objektivierbaren Kriterien analysieren lässt. Dafür werden im Methodenkapitel die Theorie der Sympathielenkung im Drama und die Sprechakttheorie nach Austin und Searle verknüpft und für die attische Tragödie fruchtbar gemacht. Das anschließende Close Reading der ersten Orestie-Tragödie zeigt, dass der pragmatische Interpretationsansatz nicht nur zu neuen Erkenntnissen in Bezug auf die Sprachgestaltung, die Redestrategien und die Handlungsmotivation der Hauptfiguren Agamemnon und Klytaimestra führt, sondern auch als sinnvolle Ergänzung für die Analyse der performativen Sprache des antiken Dramas insgesamt genutzt werden kann.

Inhalt:
I Einleitung
1 Fragestellung und Ergebnis der Arbeit
2 Forschungsstand
3 Methodische Vorüberlegungen

II Sympathielenkung bei Klytaimestra und Agamemnon
1 Die Lage in Argos

2 Agamemnons Ankunft
3 Zwischenergebnis zur Sympathielenkung
4 Die Kassandra-Szene
5 Agamemnons Tod und Klytaimestras Mordgeständnis
6 Klytaimestras Streit mit dem Chor
7 Der Auftritt des Aigisthos

III Ergebnisse und Ausblick
1 Ergebnisse der Sympathielenkung
2 Fazit
3 Ausblick

Literaturverzeichnis
Personenregister
Sachregister



Autor:inneninformation:
Dr. Henrik Vollbracht studierte Klassische Philologie und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien in Marburg und Rom.
Mehr Informationen
Ausgabenart eBook (ePDF + ePub)
ISBN 978-3-8233-9566-9
EAN 9783823395669
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 360
Format eBook PDF
Ausgabename 18566-2
Autor/-in Henrik Vollbracht
Erscheinungsdatum 01.01.2022