Annette Keck, Inka Kording, Anja Prochaska

Verschlungene Grenzen

Anthropologie in Literatur und Kulturwissenschaften
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Anthropophagie Menschenfresserei wurde in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem neuerlichen Fokus kulturwissenschaftlicher Forschungen. Der vorliegende Band nähert sich dieser Figuration auf verschlungenen Wegen, indem gerade nicht wie bisher in der Forschung üblich von getrennten Disziplinen, so beispielsweise Literaturwissenschaft, Religionsgeschichte, Ethnologie und Psychoanalyse, ausgegangen wird. Vielmehr erscheinen auch diese Grenzen selbst verschlungen, insofern die Problematisierung der Grenze zwischen Ich und Anderem, Fremdem und Eigenem sich als strukturelles Kennzeichen der Anthropophagie erweist und somit auch methodisch Konsequenzen erfordert. Fragen, die dieser interdisziplinäre Dialog entfaltet, sind des weiteren die nach dem Verhältnis von Sprache und Speise, der kannibalischen Komik im Kollaps der Metapher, nach dem Einsatz des Phantasmas im Diskurs der Fremde sowie nach dem ursprünglichen` Verhältnis von Kultur und Kannibalismus, in anderen Worten: nach Totem und Tabu. Aus dieser Perspektive sind die Anthropophagen im Abendland anzusiedeln, wird das vermeintlich Fremde auf das Eigene zurückgeführt.
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ISBN 978-3-8233-5701-8
EAN 9783823357018
Seiten 362
Format kartoniert
Ausgabename 15701
Verlag Gunter Narr Verlag
Erscheinungsdatum 01.06.1999
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