Hendrik Lambertus, Schweizerische Gesellschaft für

Von monströsen Helden und heldenhaften Monstern

Zur Darstellung und Funktion des Fremden in den originalen Riddarasögur
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In den originalen Riddarasögur, die sich im spätmittelalterlichen Island großer Beliebtheit erfreuten, erleben reisende Ritter Abenteuer in exotischer Ferne. Sie kämpfen gegen Ungeheuer, treten in Wettstreit mit selbstbewussten Mädchenkönigen und kommen auf ihren Reisen bis nach Indien oder Afrika. Immer wieder stehen dabei Begegnungen mit dem Fremden im Vordergrund - mal als monströser Herausforderer, mal als (Zerr-)Spiegel des ritterlichen Helden. Der vorliegende Band untersucht solche Begegnung narratologisch auf verschiedenen Ebenen, von der räumlichen Situierung über Aspekte des Monströsen bis hin zur Dekonstruktion von Gender-Konventionen. Dabei wird deutlich, dass die Grenzen zwischen Held und Monster nur scheinbar klar gezogen sind. Ein Königssohn kann zum bestialischen Werwolf werden oder eine ,unzüchtige‘ Trollfrau sich als Helferin des Helden erweisen. Es entstehen Grauzonen und Uneindeutigkeiten, die den Leser herausfordern und unter der Oberfläche der ritterlichen Abenteuerwelt die stets aktuelle Frage nach der Identität von Eigenem und Fremdem aufwerfen.
In den originalen Riddarasögur, die sich im spätmittelalterlichen Island großer Beliebtheit erfreuten, erleben reisende Ritter Abenteuer in exotischer Ferne. Sie kämpfen gegen Ungeheuer, treten in Wettstreit mit selbstbewussten Mädchenkönigen und kommen auf ihren Reisen bis nach Indien oder Afrika. Immer wieder stehen dabei Begegnungen mit dem Fremden im Vordergrund – mal als monströser Herausforderer, mal als (Zerr-)Spiegel des ritterlichen Helden. Der vorliegende Band untersucht solche Begegnung narratologisch auf verschiedenen Ebenen, von der räumlichen Situierung über Aspekte des Monströsen bis hin zur Dekonstruktion von Gender-Konventionen. Dabei wird deutlich, dass die Grenzen zwischen Held und Monster nur scheinbar klar gezogen sind. Ein Königssohn kann zum bestialischen Werwolf werden oder eine ,unzüchtige‘ Trollfrau sich als Helferin des Helden erweisen. Es entstehen Grauzonen und Uneindeutigkeiten, die den Leser herausfordern und unter der Oberfläche der ritterlichen Abenteuerwelt die stets aktuelle Frage nach der Identität von Eigenem und Fremdem aufwerfen.
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Ausgabenart eBook (ePDF)
ISBN 978-3-7720-5486-0
EAN 9783772054860
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 260
Format eBook PDF
Ausgabename 38486-2
Verlag A. Francke Verlag
Herausgeber Schweizerische Gesellschaft für
Autor Hendrik Lambertus
Erscheinungsdatum 24.04.2013