Clemens Räthel

Wieviel Bart darf sein? Jüdische Figuren im skandinavischen Theater

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Die Darstellung von Juden auf der Bühne ist so alt wie das europäische Theater selbst. Zumeist treffen dabei negativ gezeichnete Figuren auf ihre in aufklärerischer Absicht erschaffenen edlen Glaubensgenossen. Die Auseinandersetzungen, die um diese Darstellungen geführt werden, spiegeln dabei häufig gesellschaftlich virulente Diskurse über das Verhältnis der nicht-jüdischen Mehrheit zur jüdischen Minderheit: Wie (un-)sichtbar soll der Andere auftreten, welche Bedingungen werden an gesellschaftliche Teilhabe geknüpft - oder anders gefragt: Wie viel Bart darf sein?
Dieser Band untersucht die bisher außer Acht gelassenen jüdischen Bühnenfiguren in den skandinavischen Nationaltheatern im 18. und 19. Jahrhundert. In der Begegnung zwischen Aufführungspraxis, gesellschaftspolitischen Prozessen und dramatischen Texten entsteht ein lebendiges Bild, das mehrdimensional
die Sonderstellung dieser Länder beleuchtet. Zugleich hinterfragt das Buch die Annahme von vermeintlich homogenen nordeuropäischen Gesellschaften und bereichert aktuelle Integrationsdebatten um eine
historisch-ästhetische Dimension.
Die Darstellung von Juden auf der Bühne ist so alt wie das europäische Theater selbst. Zumeist treffen dabei negativ gezeichnete Figuren auf ihre in aufklärerischer Absicht erschaffenen edlen Glaubensgenossen. Die Auseinandersetzungen, die um diese Darstellungen geführt werden, spiegeln dabei häufig gesellschaftlich virulente Diskurse über das Verhältnis der nicht-jüdischen Mehrheit zur jüdischen Minderheit: Wie (un-)sichtbar soll der Andere auftreten, welche Bedingungen werden an gesellschaftliche Teilhabe geknüpft - oder anders gefragt: Wie viel Bart darf sein?
Dieser Band untersucht die bisher außer Acht gelassenen jüdischen Bühnenfiguren in den skandinavischen Nationaltheatern im 18. und 19. Jahrhundert. In der Begegnung zwischen Aufführungspraxis, gesellschaftspolitischen Prozessen und dramatischen Texten entsteht ein lebendiges Bild, das mehrdimensional
die Sonderstellung dieser Länder beleuchtet. Zugleich hinterfragt das Buch die Annahme von vermeintlich homogenen nordeuropäischen Gesellschaften und bereichert aktuelle Integrationsdebatten um eine
historisch-ästhetische Dimension.

Inhalt:
1. Einleitung
2. Männer mit Bärten - Juden und andere Maskierte in
Ludvig Holbergs Komödien
3. Zwischen den Jahrhunderten - Peter Andreas Heibergs
(jüdische) Grenzgänger
4. Juden imWunderland? - Johan Ludvig Heiberg, 'Kong Salomon' und das Goldene Zeitalter
5. Mit gestohlenen Löffeln und merkwürdigen Dialekten -
Judendarsteller am Königlichen Theater
6. Geheimnisvolle Präsenz - Norwegen und seine/keine
Juden
7. Aus Gustavs Zeit - Das Königliche Theater in Stockholm
8. "Von mir wisst ihr wenig oder nichts." - Richard Cumberlands 'Juden' als Evergreen am Dramaten
9. Schlussbemerkungen


Autoreninformation:
Clemens Räthel studierte in Berlin und Stockholm und promovierte sich 2014 an der Humboldt-Universität. Er forscht am Nordeuropa-Institut der HU zu Theater und Literatur der skandinavischen Länder.
Mehr Informationen
ISBN 978-3-7720-8579-6
EAN 9783772085796
Seiten 389
Format kartoniert
Höhe 220
Breite 150
Ausgabename 38579-1
Verlag A. Francke Verlag
Autor Clemens Räthel
Erscheinungsdatum 09.05.2016
Lieferzeit 1-3 Tage
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