Elke Hentschel

Wortbildung im Deutschen

Aktuelle Perspektiven
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Dieser Sammelband gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zur Wortbildung im Deutschen. Der Blick auf den Gegenstand erfolgt dabei aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Es finden sich Beiträge zum aktuellen Sprachgebrauch, zum historischen wie zum synchronen Sprachwandel, zum Sprachvergleich mit verwandten wie unverwandten Sprachen, zur Wortbildung in Dialekten oder auch zur Rolle der Wortbildung im Bereich der Ortsnamen. Die Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Gesichtspunkte ergibt insgesamt einen umfassenden Blick auf das Phänomen.
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Dieser Sammelband gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zur deutschen Wortbildung und damit auf einen Aspekt der deutschen Grammatik, der in letzter Zeit eher wenig Beachtung gefunden hat. Der Blick auf den Gegenstand erfolgt dabei aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: So finden darin Beiträge zum aktuellen Sprachgebrauch, zum historischen wie zum synchronen Sprachwandel, zum Sprachkontakt und Sprachvergleich mit indoeuropäischen wie nicht-indoeuropäischen Sprachen, und auch dialektologische Fragestellungen sowie Untersuchungen zur Rolle der Wortbildung im Bereich der Toponomastik ihren Platz. Die Berücksichtigung dieser höchst unterschiedlichen Gesichtspunkte führt insgesamt zu einem umfassenden Blick auf das Phänomen.

Inhalt:
Zu diesem Band

A Allgemeines
Zwischen Verbalparadigma und Wortbildung
Elke Hentschel
Der Einfluss von Sprachkontakt und Silbenstruktur auf die Wortbildung
Roland Hofer
AQ + IS. Über Akronyme zur Benennung terroristischer Organisationen
Jan-Henning Kromminga
Ist die Nominalisierung von Partikelverben im Deutschen Argument für deren lexikalische Bildung? Eine Diskussion unter besonderer Berücksichtigung von +KOMM- und +KUNFT
Peter Öhl

B Historisches
Wissensvermittlung durch Substantivkomposita. im frühmittelalterlichen Kloster
Nicolaus Raag
Wortbildung und Syntax von Abstrakta bei Friedrich Schiller
Rosemarie Lühr

C Toponomastisches
Toponymische Komposita in einem schweizerdeutschen Dialekt: vom nichttoponymischen Sprachgebrauch abweichende Wortakzentverhältnisse
This Fetzer
Neue Wörter als Grundlage für hessische Flurnamen? Ergebnisse aus dem südlichen Gladenbacher Bergland
David Gerhardt

D Dialektologisches
Von Blätterchen und Bäumchen: Die Entwicklung der Plural-Diminutive und Diminutiv Plurale im Deutschen und Luxemburgischen
Maike Edelhoff
Von Gäul-s-bauer, April-s-narr und Getreid-s-gabel. Die Verwendung und Verbreitung des Fugen-s im Ostfränkischen
Grit Nickel

E Sprachvergleichendes
Reduplikationen im Thailändischen und ihre Entsprechungen im Deutschen
Korakoch Attaviryanupap
Konstruktionsmorphologie – echt top? Neue Perspektiven auf den kategorialen Status einer entlehnten Wortbildungseinheit
Malte Battefeld, Torsten Leuschner & Gudrun Rawoens
Das Vollverb fahren mit seinen möglichen Kombinationen mit trennbaren und untrennbaren Präfixen und die Äquivalente im Albanischen
Vjosa Hamiti
Deutsche Substantivkomposita und ihre Entsprechungen im Albanischen
Milote Sadiku & Sadije Rexhepi

Verzeichnis der Autorinnen und Autoren
Stichwortverzeichnis

Autoreninformation:
Prof. Dr. Elke Hentschel lehrt Germanistische Linguistik an der Universität Bern (Schweiz) und ist Herausgeberin der Zeitschrift "Linguistik online".
Mehr Informationen
ISBN 978-3-8233-8019-1
EAN 9783823380191
Bibliographie 1. Auflage
Seiten 339
Format kartoniert
Ausgabename 18019-1
Verlag Gunter Narr Verlag
Herausgeber Elke Hentschel
Erscheinungsdatum 12.12.2016
Lieferzeit 1-3 Tage

„Der Band [...] beleuchtet schlaglichtartig ganz verschiedene relevante Aspekte der neueren Wortbildungsforschung. [...] Nicht selbstverständlich, aber umso erfreulicher ist, dass der Zusammenhang von Wortbildung und Ortsnamenforschung mehrfach thematisiert wird, in zwei Aufsätzen sogar im Mittelpunkt steht. Der Band kann nicht alle aktuellen Fragestellungen der Wortbildung in den Blick nehmen, zeigt aber, wie breit das Spektrum der Wortbildung und ihrer Verzahnung mit anderen Disziplinen ist.“

Beiträge zur Namenforschung 53, 2 (2018) / 09.05.17

„Was den Inhalt betrifft, so weist der Band insgesamt eine Fülle an interessanten Untersuchungen zur ganzen Bandbreite der Wortbildung auf und gibt zwar keinen „Überblick über den Stand der Forschung“, aber einen guten Einblick in unterschiedliche Forschungsansätze und -ergebnisse. Besonders erfreulich ist, dass Themen, die bislang eher unterrepräsentiert waren (z. B. Wortbildung im Dialekt), oder Sprachen, die für kontrastive Phänomene üblicherweise eher seltener herangezogen werden (z. B. Thailändisch, Albanisch), viel Platz eingeräumt wird.“

Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft / 16.05.17