Sabine Marienberg

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Sprachdenken bei Vico und Hamann
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Seit Goethe auf die geistige Verwandtschaft zwischen Giambattista Vico (1668-1744) und Johann Georg Hamann (1730-1788) hingewiesen hat, sind beide Autoren immer wieder miteinander assoziiert worden. Dies ist nicht weiter verwunderlich, wenn man sich die Nähe vieler ihrer Formulierungen vor Augen führt, allen voran diejenige zwischen Vicos These, dass die ersten Menschen Poeten gewesen seien und in >poetischen Charakteren< gesprochen hätten und Hamanns Auffassung von der Poesie als >Muttersprache des menschlichen Geschlechts<. Das Entscheidende an ihren Ansätzen ist jedoch, daß sie die Dynamik der sprachlichen Vermittlung zwischen Körper und Geist, Natur und Kultur, Hervorbringen und Erkennen akzentuieren, indem sie einerseits Sprache als Handlung verstehen und andererseits Handlungen als etwas betrachten, das als Zeichen >lesbar< sein kann. Dies macht beide nicht nur zu originellen Denkern angesichts der philosophischen Hauptströmungen ihrer Zeit, sondern rückt sie auch in die Nähe jüngerer Überlegungen zur Konstruktivität des Weltbezugs und zum gemeinsamen Ursprung von praktischem Können und theoretischem Erkennnen.
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ISBN 978-3-8233-6166-4
EAN 9783823361664
Seiten 169
Format kartoniert
Ausgabename 16166
Verlag Gunter Narr Verlag
Autor Sabine Marienberg
Erscheinungsdatum 08.02.2006 00:00:01
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